Bahnfahrplan gilt wieder:

Streckensperrung beendet: Berlin-Hannover freigegeben

Das Elbe-Hochwasser ist lange abgelaufen, doch eine Folge ist von langer Dauer: Die Bahnstrecke Hannover-Berlin ist unterbrochen. Bald sollen wieder Züge rollen.

Mit Spezialmaschinen wird auf der Bahnstrecke Berlin-Hannover gearbeitet. Foto: Peter Förster
Peter Förster Mit Spezialmaschinen wird auf der Bahnstrecke Berlin-Hannover gearbeitet. Foto: Peter Förster

Die Deutsche Bahn will die ICE-Strecke Hannover-Berlin von heute an wieder freigeben. Sie war als Folge des Elbe-Hochwassers seit Mitte Juni an der Querung des Flusses unterbrochen. Nach fast fünf Monaten kehren damit rund ein Viertel aller bundesweiten Fernzüge wieder zum alten Fahrplan zurück, wie die Bahn mitteilte. Die Hochgeschwindigkeitstrasse Hannover-Berlin gehört zu den wichtigsten Bahnverbindungen in Deutschland.

Die Schäden an einem fünf Kilometer langen Abschnitt zwischen Stendal (Sachsen-Anhalt) und Rathenow (Brandenburg) waren zwar nicht so schlimm wie anfangs befürchtet. Das Gleisbett wurde nicht unterspült, wie Untersuchungen ergaben. Dennoch waren aufwendige Reparaturen an den Gleisschwellen und an der Leit- und Sicherungstechnik nötig.

Wegen der Umleitungen dauert die Fahrt von Berlin in den Westen und Süden noch bis gestern bis zu eine Stunde länger als vor dem Hochwasser. Auf der Strecke Hannover-Berlin waren vor der Sperrung täglich etwa 10  000 Fahrgäste unterwegs. Insgesamt sind im Fernverkehr jeden Tag rund 90  000 Bahnkunden von den geänderten Fahrzeiten betroffen.

Durch die fünfmonatige Streckensperrung dürfte der Bahn nach früheren Angaben im Personenverkehr ein Umsatzverlust von 80 Millionen Euro entstanden sein. Die Flutschäden aus dem Juni bezifferte das Unternehmen auf bundesweit 150 Millionen Euro.