Neubrandenburgerin im Hilfseinsatz:

Rettungsmission auf den Philippinen

Als der Anruf kommt, muss alles sehr schnell gehen. Die Neubrandenburger Krankenschwester Beate Fibinger hilft den Opfern des Taifuns auf den Philippinen.

Normalerweise ist Beate Fibinger mit ihrem Hund Bärbel im Einsatz. Auf den Philippinen sind aber ihre medizinischen Fähigkeiten gefragt.
Verein Vier Tore Normalerweise ist Beate Fibinger mit ihrem Hund Bärbel im Einsatz. Auf den Philippinen sind aber ihre medizinischen Fähigkeiten gefragt.

Ungeduldig haben Beate Fibinger aus Neubrandenburg und 23 weitere Mitglieder des Medical-Teams der ISAR Germany am Dienstag in Manila auf ihren Weiterflug gewartet. Sieben Tonnen Ausrüstung, darunter zwei Tonnen Medikamente, waren im Flugzeug verstaut. Regen und ein weiterer Sturm verzögerten aber den Weiterflug. Zudem gibt es südlich der zerstörten Stadt Tacloban auf der Insel Leyte keinen brauchbaren Landeplatz. Dabei gehört der Landstrich zu den am schlimmsten betroffenen Regionen im Zentrum der Zugbahn des Taifuns „Haiyan“. Mehr als eine halbe Million Menschen leiden auf Leyte unter den Folgen der Katastrophe.

Beate Fibinger ist die einzige Helferin aus MV in der ISAR-Mannschaft. Die 46-jährige Krankenschwester arbeitet normalerweise im kommunalen Pflegeheim der Viertorestadt. Zudem gehört sie zur Rettungshundestaffel Vier Tore. In ihrem ersten internationalen Katastropheneinsatz wird Beate Fibinger aber nicht als Hundeführerin, sondern als Pflegerin und Logistikerin eingesetzt. Ihrem Mann Gabriel Fibinger bleibt nur, von zu Hause aus die Daumen zu drücken. „Ich müsste lügen, wenn ich sage, ich wäre komplett ruhig. Natürlich ist der Einsatz nicht ohne“, sagte er am Dienstag.

Auch ein Apotheker aus Jarmen ist im Rettungseinsatz: Andreas Portugal hat sich mit "Apotheker ohne Grenzen" bereits am Montag auf dem Weg zu den Philippinen gemacht. Er soll dort für Hilfsorganisationen die Lage erkunden und herausfinden, welche Unterstützung benötigt wird.

 

Die Hilfsorganisation ISAR ist ein Zusammenschluss von Rettungsspezialisten aus verschiedenen Feuerwehren und Hilfsorganisationen Deutschlands. ISAR ist im Auftrag der UNO auf den Philippinen. Zum Team, das in der Nacht von Frankfurt/Main gestartet war, gehören Ärzte, Pfleger und Rettungsassistenten. Sie werden einen Behandlungsplatz aufbauen, an dem täglich rund 100 Menschen medizinisch versorgt werden können.

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