Suche nach neuem Geschäftsführer:

Thomalla-Nachfolger weiterhin gesucht

Wegen seiner Stasi-Verstrickungen musste der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages gehen. Noch gibt es keinen Nachfolger.

Michael Thomalla schweigt.
Bernd Wüstneck Michael Thomalla schweigt.

Im März soll der neue Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages Mecklenburg-Vorpommern (StGT) feststehen. Nach der deutschlandweiten Ausschreibung des Postens habe es zahlreiche Bewerbungen gegeben, sagte der Teterower Bürgermeister Reinhard Dettmann (parteilos), Vorsitzender des Städte- und Gemeindetages. Zur genauen Zahl der Bewerbungsschreiben wollte er sich nicht äußern. Im Februar soll innerhalb des StGT-Vorstands eine Vorauswahl von Bewerbern getroffen werden, die zu Gesprächen eingeladen werden.

Bisheriger Geschäftsführer als Stasi-Informant enttarnt

Die Neubesetzung war notwendig geworden, nachdem der ehemalige Geschäftsführer Michael Thomalla nach 25 Jahren an der Spitze des Verbands vom Nordkurier als langjähriger Stasi-Informant enttarnt worden war. Unter dem Decknamen „Mike König“ hatte er als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) sechs Jahre lang Handwerker, Selbstständige, Lehrer sowie Mitglieder der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD) im ehemaligen Bezirk Neubrandenburg, insbesondere in Prenzlau, ausspioniert. Der StGT-Vorstand trennte sich daraufhin von Thomalla. Seit Ende Oktober 2014 führt sein ehemaliger Stellvertreter, Thomas Deiters, den Verband als kommissarischer Geschäftsführer. Deiters bewirbt sich ebenfalls um den Geschäftsführerposten.

Indes hat die Auswertung der kompletten Thomalla-Akte gezeigt, dass er für die Stasi von Anfang ein „guter Mann“ war, so sein ehemaliger Führungsoffizier.

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