Chemiewaffen-Bombardement:

UN fordern Klarheit von Syrien

Berichte über Hunderte Tote - darunter viele Kinder - bei einem angeblichen Giftgasangriff in Syrien schockieren die Welt. Forderungen nach einer Untersuchung des Vorfalls werden laut, aber Damaskus bleibt hart.

Täglich sind Berichte über die Gewalt in Syrien zu hören.
EPA/STR Täglich sind Berichte über die Gewalt in Syrien zu hören.

Nach dem massiven Bombardement mit angeblich Hunderten Toten nahe Damaskus sollen die derzeit in Syrien ermittelnden Chemiewaffen-Experten nach dem Willen der Vereinten Nationen die neuesten Giftgasvorwürfe untersuchen. "Wir hoffen, dass die Regierung uns Zugang gewährt und dass es die Sicherheitslage zulässt", sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson. Der Vorfall sei eine "große Eskalation". Zwar gebe es bislang keine Bestätigung dafür, dass Giftgas eingesetzt worden sei, die Vorwürfe müssten aber "sobald wie möglich" untersucht werden.

Bei dem Bombardement hat das syrische Regime am Mittwoch nach Angaben von Rebellen auch Giftgas eingesetzt und Hunderte Menschen getötet. Die Angaben verschiedener Gruppen zur Zahl der Opfer gingen extrem auseinander. Die Opposition sprach von bis zu 1360 Toten und vielen hundert Verletzten. Auf Bildern waren zahlreiche Leichen zu sehen, darunter auch Kleinkinder. Die Regierung in Damaskus verneinte entschieden, Giftgas in dem Gebiet eingesetzt zu haben. Sie bestritt aber nicht generell, dass die Armee Ziele im östlichen und südlichen Umland von Damaskus angegriffen hatte.     

Der Großangriff von Mittwochmorgen mit Kampfflugzeugen, Raketen und Artillerie richtete sich gegen Rebellenhochburgen im Umland von Damaskus. Die lokalen Revolutionskomitees berichteten, betroffen seien vor allem der Bezirk Al-Ghuta Al-Scharkija, der als Hochburg des Widerstandes gegen Präsident Baschar al-Assad gilt, sowie Moadhamijat al-Scham.

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