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Unerlaubte Werbeanrufe nerven viele Menschen

Die Belästigung am Telefon geht weiter und hat oft finanzielle Folgen. Doch Trickser nutzen längst nicht mehr nur den Festnetzanschluss.

Verbraucher sehen sich zunehmend unerlaubten Werbeanrufen ausgesetzt.
Uwe Anspach Verbraucher sehen sich zunehmend unerlaubten Werbeanrufen ausgesetzt.

Von wegen nur Gewinnspiele: Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sehen sich zunehmend auch unerlaubten Werbeanrufen ausgesetzt, in denen Waren und Dienstleistungen verkauft werden sollen. "Darunter sind Internetanbieter, Energieversorger, Banken oder Versicherungen", sagt Stefan Tietz von der Schweriner Verbraucherzentrale.

"Jemand, der irgendwo einen Vertrag abgeschlossen hat oder in der Kundenkartei steht, hat noch längst nicht die Genehmigung für Werbeanrufe erteilt", erklärt Tietz. In der Umfrage hatten laut Verbraucherzentrale 84 Prozent der Teilnehmer angegeben, niemals oder nicht bewusst in eine solche Kontaktaufnahme eingewilligt zu haben. Trotzdem seien sie durch Werbeanrufe belästigt worden.

Innerhalb der Umfrage hatte knapp ein Drittel der Teilnehmer angeben, dass nach den unerlaubten Werbeanrufen Abbuchungen erfolgt oder Rechnungen eingegangen seien. Verträge, die während eines Telefonats abgeschlossen werden, könnten aber innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden, so die Verbraucherzentrale.

Unterdessen finden unseriöse Anbieter neue Betrugsmaschen, die per Handy funktionieren. Derzeit taucht auf Smartphones eine gefälschte Werbung des Nachrichtenservices Whatsapp auf. Wer der Aufforderung  folgt, eine neue Programmversion herunterzuladen, tappt in eine Abofalle: Kostenpunkt: 4,99 Euro je Woche.