Wirtschaft im Nordosten:

Unternehmen finden schwer einen Nachfolger

Zahlreiche Familienunternehmen in Deutschland sind auf der Suche nach einem neuen Chef oder einem Käufer - die Firmen in Ostdeutschland haben dabei besonderen Problemen.

Für viele Firmen im Nordosten ist die Suche nach einem Nachfolger besonders schwierig.
Jens Wolf Für viele Firmen im Nordosten ist die Suche nach einem Nachfolger besonders schwierig.

Unternehmen in Ostdeutschland haben es nach Einschätzung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) bei der Suche nach einem Nachfolger schwerer. Die Voraussetzungen für eine Unternehmensübergabe seien in Ostdeutschland schlechter als in Westdeutschland, sagte Rosemarie Kay vom IfM.

Gründe seien die kleinteiligere Wirtschaftsstruktur und die schlechteren Zukunftsaussichten angesichts des demografischen Wandels. Unternehmen, die vorrangig regionale Märkte bedienten, breche die Nachfrage weg. „Das macht diese Unternehmen nicht attraktiv für potenzielle Übernehmer.“

Laut IfM müssen sich deutschlandweit von 2014 bis 2018 rund 135 000 Familienunternehmen nach einem neuen Chef oder einem Käufer umsehen. In Brandenburg stehen demnach rund 3200 Unternehmensübergaben an, in Mecklenburg-Vorpommern 2200. In Sachsen sind es rund 5300, in Sachsen-Anhalt 2700 und in Thüringen 2800. In Berlin müssen etwa 5500 Firmen einen Nachfolger finden.

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