Gipfeltreffen in New York:

Vereinte Nationen wollen bis 2030 Hunger beseitigen

Kein Hunger mehr auf der Welt? Keine extreme Armut? Jedes Kind darf in die Schule, auch Mädchen? Was heute noch illusorisch klingt, soll in nur 15 Jahren Realität sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach am Freitag auf dem Gipfel für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN). Die Kanzlerin hält sich im Rahmen des Gipfels für drei Tage in New York auf.
Michael Kappeler Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach am Freitag auf dem Gipfel für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN). Die Kanzlerin hält sich im Rahmen des Gipfels für drei Tage in New York auf.

Die Vereinten Nationen haben sich auf einen Fahrplan geeinigt, mit dem bis zum Jahr 2030 weltweit der Hunger und die bitterste Armut überwunden werden sollen. Die sogenannten Nachhaltigkeitsziele (SDGs) lösen die Jahrtausendziele (MDGs) ab und verpflichten nicht nur die Entwicklungsländer. Es geht um die Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung, aber auch um eine klimaschonende Politik in allen 193 UN-Mitgliedsstaaten. "Niemand darf zurückgelassen werden", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Aber der wahre Test kommt noch, nämlich die Umsetzung. Wir brauchen dafür die Hilfe von überall und von jedem." Die SDG seien die Blaupause zum Erfolg. "Wir brauchen politische Verpflichtung und Zusammenarbeit mit allen", sagte der Südkoreaner. "Dafür müssen wir uns ändern und über nationale Grenzen hinausgucken."

Merkel: Etat für Flüchtlingshilfe wird steigen

Nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss die Weltgemeinschaft die Ursachen der Flucht aus ärmeren Ländern bekämpfen. "Millionen sehen sich zur Flucht gezwungen, durch Krieg und Vertreibung und auch durch mangelnde Zukunftsperspektiven und die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage", sagte Merkel in New York. "Es gibt dafür nur eine Lösung: Wir müssen die Ursachen von Flucht und Vertreibung bekämpfen." Deutschland stehe zur Verpflichtung, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe einzusetzen. "Unser Etat für Entwicklungshilfe wird in den nächsten Jahren jedes Jahr substanziell steigen."

Die in mehr als zwei Jahren ausgehandelten Vorsätze sollen vor allem den Ärmsten der Welt helfen und die Erfolge der Jahrtausendziele sichern. Bis 2030 sollen extreme Armut und Hunger auf der Welt besiegt werden. Außerdem soll allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser, einer hygienischen Erfordernissen genügenden Toilette und einer kostenlosen Grundschulausbildung garantiert werden. Der SDG-Katalog umfasst 17 Ziele, die den in vielen Punkten erreichten Jahrtausendzielen folgen.

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