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Vermögen der Deutschen erreicht Rekordsumme

Die Börsen feiern Rekorde. Doch nach herben Rückschlägen sind die Deutschen skeptisch geworden. Sie setzen auf sichere Bankeinlagen, auch wenn das kaum Zinsen abwirft und ihr Geldvermögen langsamer Rekordhöhen erklimmt.

Trotz der rekordniedrigen Zinsen haben die Deutschen ihr Geldvermögen erneut gesteigert.
Patrick Pleul Trotz der rekordniedrigen Zinsen haben die Deutschen ihr Geldvermögen erneut gesteigert.

Berlin. Experten warnen seit Monaten: Die Inflation frisst die niedrigen Zinsen auf - wer sein Geld in sichere Spareinlagen steckt, verliert real. Trotzdem setzen die Privathaushalte in Deutschland auf Bankeinlagen, wie die Deutsche Bundesbank am Montag in Frankfurt mitteilte. Aktien und festverzinsliche Wertpapiere wurden hingegen im zweiten Quartal im Saldo verkauft.

Insgesamt kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen zum Ende des zweiten Quartals gegenüber dem Vorquartal um 23 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent auf den Rekordwert von 5 027 Milliarden Euro.

Angesichts der historisch niedrigen Zinsen werden in Deutschland auch wieder mehr Kredite aufgenommen. Nach Angaben der Bundesbank lag der Wert im zweiten Quartal bei sechs Milliarden Euro, genutzt wurden die Kredite vor allem für den Wohnungsbau. Weil Immobilien derzeit extrem günstig finanziert werden können, ist die Nachfrage zuletzt kräftig gestiegen - auch, weil die eigenen vier Wände im Alter mietfreies Wohnen versprechen.