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Viele Flugzeuge für Kampf gegen IS nicht einsatzbereit

Jahrelang hielt sich Deutschland aus dem Syrien-Konflikt militärisch heraus. Unter dem Eindruck der Terroranschläge von Paris hat die Bundesregierung jetzt doch Pläne für einen Bundeswehr-Einsatz dem Parlament vorgelegt.

Für den Anti-Terror-Einsatz in Syrien und im Irak seien lediglich sechs Aufklärungs-"Tornados" eingeplant.
Carsten Rehder Für den Anti-Terror-Einsatz in Syrien und im Irak seien lediglich sechs Aufklärungs-"Tornados" eingeplant.

Deutschland darf im Kampf gegen die IS-Terroristen in Syrien aus Sicht der Bundesregierung nicht länger abseitsstehen. Eine mögliche Erhöhung der Terrorgefahr hierzulande sei kein Grund, vor einem Militäreinsatz zurückzuschrecken, betonte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Mittwoch in einer Bundestagsdebatte zum Mandat für den geplanten Bundeswehr-Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Auch das britische Parlament debattierte am Mittwoch über eine Ausweitung der Luftangriffe gegen IS-Stellungen über den Irak hinaus auch auf Syrien.

Grüne und Linke im Bundestag warfen der großen Koalition vor, sie marschiere kopflos und ohne schlüssige Gesamtstrategie in ein "Abenteuer". Steinmeier sagte: "Abschottung, Lichter aus, Rollläden runter, wenn Terroristen durch die Straßen ziehen", das dürfe nicht die Logik der Deutschen sein.

"Breiter Spielraum vorhanden"

Doch von den "Tornado"-Flugzeugen der Bundeswehr, die Teil des Syrien-Einsatzes sein sollen, ist nicht einmal jeder zweite Jet einsatzbereit. Nach einem Bericht des Verteidigungsministeriums zum Zustand der Hauptwaffensysteme sind von 93 angeschafften "Tornados" derzeit 66 in Betrieb und davon wiederum nur 29 einsatzbereit (44 Prozent). Das sind noch weniger als bei der entsprechenden Untersuchung vor einem Jahr (58 Prozent).

Für den Anti-Terror-Einsatz in Syrien und im Irak sind sechs Aufklärungs-"Tornados" eingeplant. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht wegen der kleinen Zahl auch keine Probleme für die Mission. "30 'Tornados' sind einsatzbereit, und wir brauchen davon 6. Das heißt, wir haben einen breiten Spielraum, der vorhanden ist" sagte sie im ARD-"Morgenmagazin".