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Wer mehr fürs Auto zahlen muss

Zum Jahreswechsel werden die Autoversicherungen neu eingestuft. Je nach Modell und Wohnort kann es für Kfz-Besitzer in der Region deutlich teurer werden.

Während Versicherungen je nach Wohnort oder Modell zu den Kostentreibern zählen, sind für den ADAC steigende Kraftstoffpreise grundsätzlich Schuld daran, dass Autofahren teurer wird.
Gina Sanders - Fotolia.com Während Versicherungen je nach Wohnort oder Modell zu den Kostentreibern zählen, sind für den ADAC steigende Kraftstoffpreise grundsätzlich Schuld daran, dass Autofahren teurer wird.

Bis zu 310 Euro mehr müssen Autobesitzer zahlen, wenn ab Januar die neuen Regional- und Typklassen in der Fahrzeugversicherung gelten. Während sich die Regionalklassen für den Osten Mecklenburg-Vorpommerns und die Uckermark nur unwesentlich verändern, kann es einzelne Autotypen schwer erwischen. So klettern in der Haftpflicht einzelne Modelle des Nissan Juke, Citroen C4 oder Opel Sportstourer um mindestens drei Klassen höher, während Mercedes 180, Volvo V 60 oder Skoda Yeti deutlich günstiger werden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) informierte. Für etwa drei Viertel aller Autobesitzer ändere sich aber nichts.

Neben den Typklassen bildeten die Regionalklassen eine unverbindliche Empfehlung für die einzelnen Versicherer, die meist den Tarifen zugrunde gelegt würden, betont GDV-Sprecher Stefan Schweda. Würden bei den Typklassen Schadenshäufigkeit und -höhe einzelner Modell bewertet, spiele bei den Regionalklassen der Zulassungsbezirk die entscheidende Rolle. Hier zählen Neubrandenburg, die Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald und die Uckermark unverändert zu den bundesweit günstigsten Regionen.

Die Teilkasko bleibt in der Region mit Klasse 12, in die jetzt auch die Uckermark hochgestuft wurde, weiter sehr kostspielig. Etwas günstiger schneidet Neubrandenburg mit Klasse 10 ab. Die Gründe für solch hohe Werte lägen grundsätzlich in überdurchschnittlich vielen Wildunfällen, Autodiebstählen oder Hagelschäden, so GDV-Sprecher Schweda. In der Vollkaskoversicherung müssen sich Autofahrer in der Seenplatte und in Vorpommern-Greifswald auf leichte Tarifsteigerungen einstellen. Neubrandenburg dagegen gehört weiter zu den bundesweit günstigsten Städten.

Während die Versicherungen je nach Wohnort oder Modell zu den Kostentreibern für Fahrzeugbesitzer zählen, sind für den ADAC steigende Benzin- und Dieselpreise grundsätzlich Schuld daran, dass Autofahren deutlich teurer wird. So seien in den vergangenen 15 Jahren die Spritkosten um 86 Prozent gestiegen, während die Inflationsrate bei 24 Prozent gelegen habe, so Christian Hiett, Sprecher des ADAC Hansa in Hamburg. Im Moment gebe es allerdings eine kleine Atempause auf hohem Niveau. "Vor allem Autokäufer haben im Moment eine Menge Spielraum bei Rabatten", begründet er. Zudem haben sich seinen Angaben zufolge die Preise an den Zapfsäulen stabilisiert. "Der Pfeil zeigt hier langfristig nach oben", meint er.