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Beweise gegen mutmaßlichen Räuber reichen nicht

Eine Woche nach einem Bankraub in Anklam hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt - die Ermittlungen gehen aber trotzdem weiter.

„Die Beweislage gegen den Mann aus der Region Anklam hat nicht ausgereicht, um gegen ihn einen Haftbefehl wegen schweren Raubes zu erlassen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Neubrandenburg. Der der Polizei bereits bekannte Mann sei aber trotzdem in Haft, weil er wegen Trunkenheit im Verkehr eine viermonatige Haftstrafe zu verbüßen habe. Der Verdächtige selbst habe „nichts eingeräumt.“ Auch am Wohnsitz des Mannes wurde kein bei dem Überfall erbeutetes Geld gefunden.

Ein maskierter Mann hatte am Dienstag vergangener Woche die Bank in der Anklamer Innenstadt betreten, Bankangestellte mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht und so die Herausgabe von mehr als 10 000 Euro erzwungen. Das Geld hatte der Räuber in einem weißen Stoffbeutel verstaut und war zu Fuß geflüchtet. Nach der Veröffentlichung von Videobildern vom Bankraub hatte die Polizei zahlreiche Hinweise auf mehrere mögliche Tatverdächtige erhalten. Diese würden nun weiter überprüft. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand. Zeugen beschrieben den Täter als 30-jährigen Mann mit schlanker Statur, Dreitagebart und einheimischem Dialekt.