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Rechtsextreme legen Feuer in Imbiss

Zwei Männer haben am Sonntagmorgen versucht, eine Dönerbude in der Woldegker Straße in Neubrandenburg in Brand zu setzen. Allerdings konnten sie geschnappt werden.

Wie die Polizei mitteilte, hatten die Männer die Schutzjalousie der Imbiss-Vorderseite mit Faustschlägen und Fußtritten beschädigt und geöffnet. Anschließend griff einer der Tatverdächtigen ins Innere des Gebäudes und zündete das Inventar an. Die Männer flüchteten anschließend in Richtung Innenstadt.

Zeugen informierten allerdings umgehend per Notruf die Polizei. Die am Tatort eintreffenden Beamten konnten den Brand mit dem Bordfeuerlöscher des Funkstreifenwagen noch im Ansatz ersticken, so dass größere Schäden im und am Imbiss verhindert werden konnten.

In der Nähe des Tatorts konnten die Beamten die beiden Tatverdächtigen stellen. "Hierbei waren Zeugenangaben mit Beschreibung der Bekleidung und der Größe der Personen ausschlaggebend", so Polizeisprecher Andreas Scholz.

Bei der vorläufigen Festnahme leisteten die 28 und 30 Jahre alten Neubrandenburger Widerstand. "Auch aufgrund ihrer starken Alkoholisierung mit Atemalkoholwerten von 1,95 und 1,47 Promille konnten Sie jedoch schnell überwältigt werden", so der Polizeisprecher weiter.

Die Ermittler gehen von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus: Während der Festnahme beschimpften die Tatverdächtigen den in der Zwischenzeit herbeigeilten Inhaber der Dönerbude, einen in Deutschland lebenden Türken, mit ausländerfeindlichen Kommentaren und Drohungen. Zudem ist zumindest einer der mutmaßlichen Täter kein Unbekannter für die Polizei. "Bei beiden Tatverdächtigen gibt es Hinweise, die sie der regionalen rechtsextremen Szene zuordnen", so Scholz.

Die weiteren Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung werden nun durch den Staatsschutz fortgeführt.

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