Seltsamer Fall:

Erneute Spurensuche nach Entdeckung einer schwer verletzten Frau

Zwei Tage nach der Entdeckung einer schwer verletzten Frau zwischen Jesendorf und Ventschow nördlich von Schwerin haben Polizisten am Freitag erneut nach Spuren in dem Wald gefahndet.

Das Suchgebiet um den Fundort der 60-Jährigen sei erweitert worden, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Spaziergänger und Anwohner, die möglicherweise etwas gesehen haben, werden vernommen, Spuren ausgewertet.

Ein Pilzsammler hatte die Frau, die aus der Region stammt, am Mittwochabend in dem Waldstück entdeckt. Sie wird im Krankenhaus behandelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag. Die bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung festgestellten Verletzungen ließen darauf schließen, dass die Frau Opfer eines tätlichen Angriffs wurde, hieß es. Einen Tatverdächtigen präsentierten die Ermittler bislang nicht.

Der Fall weckt Erinnerungen an den bis heute nicht geklärten Mordfall Christin M. im Juli 2007. Die 36-jährige Krankenschwester und ihr damals fünfjähriger Sohn waren in einem Wald bei Kröpelin nahe Rostock von einem Unbekannten überfallen worden. Die Frau wurde durch Schläge mit einem Ast so schwer verletzt, dass sie am nächsten Tag starb. Ihr Sohn überlebte. Die beiden Tatorte liegen rund 40 Kilometer voneinander entfernt. Die Behörden prüfen, ob ein Zusammenhang bestehen könnte.

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