Vermutlich Jagdunfall:

Erntefahrer schwebt in Lebensgefahr

Der Traktorfahrer, der bei der Rapsernte durch einen Schuss schwer verletzt wurde, schwebt weiter in Lebensgefahr.

Der 42 Jahre alte Mann war am Sonnabend auf der Insel Rügen bei einer Erntejagd vermutlich durch einen Querschläger in den Bauch getroffen worden. Der Zustand des Mannes sei unverändert, sagte eine Polizeisprecherin. Er wurde operiert, konnte aber bislang nicht befragt werden.

Nach Angaben der Polizei hatte ein 63-jähriger Jäger aus Nordrhein-Westfalen von einem Hochsitz aus auf eine Bache mit Frischlingen gezielt, die aus dem Raps liefen. Der Erntefahrer aus Gingst hatte kurz nach dem Schuss mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Bauchraum angehalten. Gegen den Jäger werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

Für Wildschweine gibt es in Deutschland keine Schonzeiten. Nach Angaben des Jagdverbandes muss aber der Elterntierschutz beachtet werden. „Wer Frischlingen die Bache wegschießt, ist dran“, sagte Sprecher Torsten Reinwald. Im Jahr 2008 wurden nach einer Unfallserie die rechtlichen Grundlagen für Erntejagden verschärft. Damals starben drei Menschen bei Jagden in Mecklenburg-Vorpommern,

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