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Falsche Dachdecker nutzen Not nach Tornado aus

In Bützow haben Gauner wiederholt versucht, Kasse aus der Notsituation in der Stadt zu machen. Die Polizei warnt eindringlich vor diesen falschen Handwerkern.

Jens Büttner In der Altstadt von Bützow deckte der Tornado zahlreiche Dächer ab. Die Betroffenen versuchen möglichst schnell, ihre Häuser wieder bewohnbar zu machen. Das nutzen Gauner nun aus.

Wie die Polizei mitteilte, geben diese falschen Handwerker vor, die entstandenen Sturmschäden an den Häusern beheben zu wollen fordern eine sofortige Anzahlung. Die Polizei rät zur äußersten Vorsicht bei Angeboten. Bürger sollten auf gar keinen Fall Vorauszahlungen leisten, ohne zuvor ein schriftliches Angebot erhalten zu haben.

Unterdessen ist der Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr in Bützow nach dem verheerenden Tornado von Dienstagabend beendet. Wie der Wehrführer Holger Gadinger am Freitag berichtete, gibt es keine akuten Gefahrenstellen mehr. Lose Ziegel, die eine Gefahr für Fußgänger darstellen könnten, seien entfernt worden. Die Sperrung der Hauptstraße wurde aufgehoben, in manchen Seitenstraßen könne es aber immer wieder zu Behinderungen kommen.

Noch seien aber die Spuren des Tornados überall sichtbar, sagte Gadinger. Umgefallene Bäume lägen noch an vielen Orten, genauso zerstörte Autos. Wegen der Gefahr von herabfallenden Teilen bleibe der Bereich um die Stiftskirche noch weiträumig abgesperrt.

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) besuchte am Freitag das Krankenhaus in Bützow, wo eine Station wegen Gebäudeschäden geschlossen ist. Dort laufen die Aufräumarbeiten und die Trocknung des Gebäudeteils. Der Krankenhausbetrieb geht trotz der Schäden weiter. "Es ist gut zu sehen, dass die Versorgung im Klinikum gewährleistet ist", sagte Hesse.