Leitung überlastet:

Fast 200 Mal den Notruf gewählt - Frau untergetaucht

Dass das Wählen der 110 und 112 nicht immer eine gute Idee ist, beweist eine Demminerin. Sie ließ die Leitungen der Notfallzentrale heiß laufen und muss nun mit den Konsequenzen rechnen.

Das 19-jährige Mädchen, das im September an der Mecklenburgischen Seenplatte fast 200 Mal den Notruf missbraucht haben soll, ist untergetaucht. "Die junge Frau wird gesucht", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Donnerstag. Gegen die junge Frau sei "wegen vorhergehender Fälle von Notrufmissbrauch aus dem Januar 2014" bereits Anklage erhoben worden.

Laut Polizei hatte sie an einem Wochenende Mitte September insgesamt 184 Mal die Helfer von Polizei und Feuerwehren über die 110 und die 112 angerufen. Als Beamte die Frau darauf hinwiesen, dass sie die Leitung für wirkliche Notfälle blockiere, seien die Polizisten beschimpft worden. Erst eine Wohnungsdurchsuchung mit Hilfe von Staatsanwaltschaft und Amtsgericht machte dem Treiben ein Ende.

Dabei wurden zwei Mobiltelefone und zwei SIM-Karten der Frau beschlagnahmt. Sie stammt aus einem Dorf nahe Demmin. "Seither hat es solche massiven Vorfälle nicht mehr gegeben", sagte der Sprecher.

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