Polizei sucht Zeugen :

Frau vor Klinik beschimpft, geschlagen und beraubt

Eine aus den Niederlanden stammende Frau, die um ihr krankes Kind bangt und kein Deutsch spricht, soll in Greifswald attackiert und beraubt worden sein. Die Polizei sucht nach Zeugen, auch ein politisch motivierter Hintergrund wird geprüft.

Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.
dpa Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

Die Polizei in Greifswald sucht Zeugen für einen mutmaßlichen Überfall auf eine Frau aus den Niederlanden. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag in Neubrandenburg sagte, soll die 35-Jährige  am 4. Februar abends beim Spazierengehen in Greifswald von zwei Unbekannten angegriffen, niedergeschlagen und beraubt worden sein. Der Vorfall war der Polizei erst am 10. Februar über eine niederländische Bekannte der Frau gemeldet geworden. Die Geschädigte mit südländischen Aussehen spricht laut Polizei kein Deutsch und hält sich wegen einer medizinischen Krebs-Spezialbehandlung eines ihrer beiden Kinder in Greifswald auf.

Bei dem Überfall am Abend sollen die Täter sie mit ausländerfeindlichen Worten beschimpft haben. Als die Frau am Boden lag seien ihr mehrere hundert Euro Bargeld aus der Handtasche gestohlen worden. Der Vorfall soll sich unweit des Elternhauses, das zu einer Kinderkrebsstation gehört, ereignet haben als die Frau spazieren gegangen war. Die Frau habe Prellungen am Mund.

Staatsschutz ermittelt in dem Fall

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen wegen Verdacht Raubes und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Ein politisch motivierter Hintergrund werde geprüft, sagte eine Polizeisprecherin. "Die Aussagen der Frau scheinen schlüssig."

Die Polizei sucht zwei mit Jeans und dunklem Schuhwerk bekleidete Männer im Alter von 25 bis 35 Jahren. Einer soll schlank und rund 1,75 Meter groß sein. Der zweite mutmaßliche Täter sei von kräftiger Statur und 1,90 Meter groß. Die Fahndung blieb bis Donnerstagabend ohne Erfolg. Außerdem wurde ein Zeuge aufgefordert sich zu melden, er soll auf der anderen Straßenseite gewesen sein und der Frau später geholfen haben.

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395/5582-2223, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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