Autofahrer auf der Flucht:

Gefährliche Verfolgungsjagd mit der Polizei auf Usedom

Er prescht mit Tempo 150 durch einen Ort, rammt beim Überholen ein anderes Fahrzeug und attackiert bei der Blutprobe einen Polizisten.

dpa

Ein Autofahrer aus Berlin hat bei einer Verfolgungsfahrt auf der Insel Usedom die Polizei in Atem gehalten. Der 44-Jährige rammte ein anderes Auto beim Überholen und flüchtete, eine Stunde später wurde er festgenommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Neubrandenburg.

Der Unfall ereignete sich am Mittwochabend in Heringsdorf (Kreis Vorpommern-Greifswald). Der Fahrer des gerammten Autos habe sich das Kennzeichen des Überholenden gemerkt und die Polizei alarmiert. Der 44-jährige Unfallverursacher fuhr rund 30 Kilometer fast über die gesamte Insel bis Zinnowitz, wo er seinen Wagen abstellte und zu Fuß flüchtete. Da er dabei einen Teil seiner Kleidung wegwarf, fiel dies wieder Passanten auf. Kurz danach wurde der Mann gestellt: Er hatte geringe Mengen Alkohol (0,3 Promille) im Blut, der Drogentest sei auch positiv angeschlagen. Der Mann müsse nun mit einem Strafverfahren rechnen, hieß es.

Die Polizei verglich die Jagd nach dem Fahrer mit einer "fast filmreifen Verfolgungsfahrt". So raste der Mann zwischenzeitlich mit Tempo 150 durch eine Ortschaft. Ähnlich aggressiv ging es später weiter: Bei der Blutprobe hätte der sportlich gebaute Zwei-Meter-Hüne Widerstand gegen die Polizei geleistet und einen Beamten mit einem Tritt in den Bauch leicht verletzt.

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