Gut 50 Hinweise an Polizei:

Gewalttätiger Straftäter weiter verschwunden

Seit Montagmorgen ist ein als gewalttätig eingeschätzter Straftäter auf der Flucht. Er nutzte dafür einen Aufenthalt in der Rostocker HNO-Universitätsklinik. Die Fahndung nach ihm geht weiter.

Der Gesuchte Ralf J.
Bernd Wüstneck Der Gesuchte Ralf J.

Einen Tag nach seiner Flucht aus der Rostocker HNO-Universitätsklinik sucht die Polizei weiter nach einem als gewalttätig eingeschätzten Straftäter. Nach der Veröffentlichung eines Fahndungsfotos habe es mehr als 50 Hinweise auf den 49 Jahre alten Mann gegeben, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Sie beziehen sich den Angaben zufolge nicht nur auf Rostock, sondern auf ganz Mecklenburg-Vorpommern. Auch aus dem nördlichen Brandenburg seien drei Hinweise eingegangen. Die Polizei warnte erneut davor, den 49-Jährigen anzusprechen.

Für die Fahndung wurden bisher 160 Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei, neun Fährtenhunde und ein Hubschrauber eingesetzt, wie die Sprecherin berichtete. Der Hubschrauber war bis tief in die Nacht in der Rostocker Innenstadt zu hören.

Der etwa zwei Meter große Mann saß nach seiner Verurteilung wegen schweren Raubes und Körperverletzung im sogenannten Maßregelvollzug. Dort werden schuldunfähige oder vermindert schuldfähige Straftäter mit schweren psychischen Störungen oder Suchtkrankheiten behandelt. Der Mann trug bei seiner Flucht eine graugrüne Jacke und blaue Jeans. Er hatte früheren Angaben zufolge zwei Pfleger, die ihn begleiteten, überwältigt und gefesselt.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung