Diebe haben es auf teure Laster abgesehen:

Lkw-Bande macht den Nordosten unsicher

Die Diebstähle von Lastzügen haben sich in den vergangenen Wochen sehr gehäuft. Warum es die Diebe auf Lkw abgesehen haben.

So ein Laster kann schon einmal 300.000 Euro kosten. Für die Diebe offenbar ein einträgliches Geschäft.
Sebastian Kahnert So ein Laster kann schon einmal 300.000 Euro kosten. Für die Diebe offenbar ein einträgliches Geschäft.

Zuletzt traf es einen Spediteur aus Stavenhagen. Übers Wochenende wurde von seinem verschlossenen Firmengelände ein Sattelzug samt Auflieger mit Kaffeepads gestohlen. Allein der Wert des Fahrzeugs wird von der Polizei mit 80  000 Euro beziffert. Bis heute ist der Lastzug nicht gefunden worden, sagt die Neubrandenburger Polizeisprecherin Nicole Buchfink. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben ihn die Diebe über die polnische Grenze geschafft.

Denn: Am Grenzübergang Pomellen wurde das Fahrzeug von der Firma Toll Collect, das die Maut eintreibt, das letzte Mal erfasst. Die Kripo ermittelt wegen bandenmäßigen Diebstahls, so Nicole Buchfink.

Gerade im Juni ist die Zahl der Diebstähle kompletter Lastzüge in Mecklenburg-Vorpommern gravierend gestiegen. Allein im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock wurden sechs Lkw samt Ladung gestohlen. Gleich vier Laster auf einmal verschwanden vom Gelände einer Fleischerei bei Neustadt-Glewe. Ein weiterer Lkw wurde in Upahl entwendet. Schließlich erwischte es Mitte Juni einen Teterower Unternehmer, dem ein Laster samt Kabeltrommeln geklaut wurde, zählt Isabel Wenzel, Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock auf. Solch eine Häufung von Lkw-Diebstählen innerhalb eines Monats sei ungewöhnlich.

 Zumindest der Teterower Unternehmer kann wieder aufatmen: Sein Lkw wurde jetzt in Polen gefunden. Die Ladung bleibt allerdings verschwunden. Auch zwei der Laster aus Neustadt-Glewe sind wieder aufgetaucht – in der Nähe der Autobahn 24. Nach den anderen drei Lastzügen fahndet die Polizei noch.

Für den betroffenen Unternehmer schlägt ein geklauter Lkw heftig ins Kontor. Immerhin kosten hochwertige Sattelzüge mit Kühlaufleger bis zu 300.000 Euro. „Das ist natürlich schlimm, trotz Versicherung“, sagt Norbert Voigt, Geschäftsführer des Landesverbandes des Verkehrsgewerbes MV. Die Versicherungen würden sich ihre Zahlungen in der Regel durch höhere Beiträge wieder zurückholen.

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