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Rentner schickt zehn Jahre lang Geld an mutmaßliche Betrüger

Ein 85-jähriger Mann aus Rehna (Nordwestmecklenburg) überweist seit zehn Jahren regelmäßig Geld an mutmaßliche Betrüger.

Die Scheine, die er im Glauben an den baldigen Erhalt eines Luxuswagens in Briefumschlägen ins Ausland sandte, summieren sich bis heute auf schätzungsweise 1000 Euro, wie die Polizeiinspektion Wismar am Mittwoch mitteilte.

Nach Recherchen der Polizei bekommt der Senior seit etwa zehn Jahren Unmengen an Schreiben aus Ländern wie den Niederlanden, China, den USA und Australien. Darin befänden sich in der Regel voradressierte Briefumschläge und Gebührenforderungen in Höhe von 20 bis 40 Euro, teilte die Polizeiinspektion mit. In den Schreiben gebe es immer die Aussicht auf einen hohen Bargeldgewinn oder ein teures Auto. Die Polizei geht jedoch von Betrug aus.

Eine Beamtin versuchte, das dem Rentner zu erklären. Trotz des, wie es hieß, eindringlichen und sehr langen Gespräches sei der 85-Jährige bei seiner Meinung geblieben, dass er in der nächsten Woche einen Luxuswagen erhalten werde. «Lassen Sie sich niemals auf Vorauszahlungen zum Erhalt eines Gewinns ein», warnte die Polizei.