Grausiger Fund bei Horst:

Toter im Wald beging offenbar Selbstmord

Der Mann aus Mauretanien, der in der Nähe des Asylbewerberheims Horst tot entdeckt wurde, hat sich offenbar selbst das Leben genommen.

 Wie die Staatsanwaltschaft Schwerin am Donnerstag mitteilte, wurden bei der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leiche keine Spuren von Gewalt gefunden. "Wir gehen im Moment davon aus, dass er sich selbst das Leben genommen hat", sagte ein Sprecher. Tablettenreste bei dem Mann deuteten auf eine Vergiftung hin. Sicherheit könne erst eine toxikologische Untersuchung bringen.

Der 32-Jährige war laut Staatsanwaltschaft zuletzt am 25. August in der Einrichtung bei Boizenburg (Landkreis Ludwigslust- Parchim) gesehen worden. Er war erst am 22. August aus einer Einrichtung in Nordrhein-Westfalen nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Laut Innenministerium dürfen Asylbewerber die Erstaufnahmeeinrichtung in Horst auf unbestimmte Zeit verlassen und sich im Landkreis Ludwigslust-Parchim aufhalten. Der Flüchtlingsrat warf die Frage auf, ob es beim Aufnahmegespräch in Horst Hinweise auf Probleme oder eine Erkrankung des Mauretaniers gab. 

Eine Pilzsammlerin hatte den Toten am Mittwoch im Wald gefunden.