Mega-Drogenfund:

Zoll stoppt Lkw mit 220 Kilo Opium

Das hat sich gelohnt: An der deutsch-polnischen Grenze hat der Zoll einen Laster mit Drogen im Wert von 1,5 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen.

Brauner Klumpen: So sieht Rohopium aus. Aus diesem Grundstoff wird Heroin hergestellt.
Zoll/dpa Brauner Klumpen: So sieht Rohopium aus. Aus diesem Grundstoff wird Heroin hergestellt.

Dem Zoll ist an der deutsch-polnischen Grenze bei Pomellen (Kreis Vorpommern-Greifswald) ein größerer Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität gelungen. Wie die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg am Mittwoch mitteilte, wurde bereits am 27. November ein aus Polen kommender Lastwagen mit rund 220 Kilogramm Rohopium gestoppt. Der Wert des Drogenrohstoffs wird auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt. Funde solcher Größe seien "sehr selten", hieß es. "Aus ermittlungstaktischen Gründen konnten wir nicht eher informieren", sagte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler. Ziel sei es, an die Hintermänner solcher Ladungen zu gelangen.

Aus Rohopium wird Heroin gewonnen. Die Substanz war in 200 Rauschgiftplatten zu je 1,1 Kilogramm in dem Lkw, der türkische Kennzeichen hatte, versteckt. Die ungewöhnliche Ladung war bei einer Kontrolle in der Containerprüfanlage bei Pomellen aufgefallen. Gegen den 57-jährigen Fahrer wurde Haftbefehl erlassen. Er schweige bisher zu den Vorwürfen.

In die Ermittlungen wurde das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg einbezogen, das für den größten Teil der Grenze zu Polen zuständig ist. Einzelheiten zu dem Fund sollen an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt werden, sagte ein Sprecher des Zollfahndungsamtes.