Fünf Monate Haft für gewagte Radtour :

1,98 Promille im Blut und wieder auf den Sattel

Ein Wiederholungstrinker muss für Monate ins Gefängnis. Da hilft auch kein bitten und betteln mehr.

Schon wieder schaut ein 51-Jähriger zu tief ins Glas und steigt dann aufs Fahrrad. Der Polizei ist er gut bekannt. „Die haben mich auf dem Kicker, ich werde ja ständig kontrolliert“, beschwerte er sich beim Strafrichter des Amtsgerichtes Prenzlau, vor dem er sich erneut wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten musste. „Ich habe meinen Ein-Euro-Job verloren“, begründete er sein „Frusttrinken“. Eigentlich wollte er die fünf Bierflaschen, die er gerade gekauft hatte, in aller Ruhe zu Hause trinken. Doch dann leerte er sie gleich vor dem Getränke-Shop. Mit 1,98 Promille im Blut zog er in Schlangenlinien durch die Stadt. Als der Sünder der Beamten ansichtig wurde, stieg er ab und schob das Rad. Zu spät.

Seit 2006 wurde er mehrfach aus dem selben Grund verurteilt. Die Bewährungsfrist des letzten Urteils lief noch. Doch geholfen hat es anscheinend nicht. Nun zeigte die Staatsanwältin kein Verständnis mehr und forderte eine fünf Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Der Sünder versuchte sie umzustimmen: „Ich fahre kein Rad mehr, laufe nur noch oder fahre mit dem Bus“. Doch das half nichts mehr, denn es drohte noch der Widerruf der letzten Bewährungsverurteilung. So darf der Verurteilte in den fünf Monaten hinter Gittern überlegen, ob er auch ohne Alkohol Fahrrad fahren kann.

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