Rechtsstreit vor dem Sozialgericht:

34 000 Euro stehen als Rückforderung im Raum

Eine junge Mutter soll vom Jobcenter über Jahre zu Unrecht Leistungen erhalten haben. Es gibt aber Vermutungen, dass Mitarbeiter der Behörde daran beteiligt sein könnten.

Ein mündliches Urteil wurde zwar gesprochen. Es ist aber noch nicht rechtskräftig.
Uli Deck Ein mündliches Urteil wurde zwar gesprochen. Es ist aber noch nicht rechtskräftig.

Vor dem Sozialgericht Neuruppin steht seit Monaten eine junge Mutter aus dem Altkreis Prenzlau, die vom Jobcenter über Jahre zu Unrecht Leistungen bezogen haben soll, der Uckermark Kurier berichtete. In der letzten Verhandlung stand eine Schadenssumme von knapp 34  000 Euro im Raum, die vom Landkreis Uckermark von der arbeitslosen Frau zurückgefordert werden soll. Noch liegt allerdings kein schriftliches Urteil vor.

Im Vorfeld des abschließenden Richterspruchs wurden aber Vermutungen laut, wonach zwei Mitarbeiter des Amtes beteiligt gewesen sein sollen. Michael Steffen, Leiter der zuständigen Behörde in Prenzlau, wollte mit Verweis auf das noch nicht rechtsgültige Urteil keine konkreten Aussagen zu dem Fall treffen. Auch nicht zu möglichen personalrechtlichen Konsequenzen.

Der Vorgesetzte versicherte jedoch abschließend, dass seit Jahren ein internes Prüfungs- und Kontrollsystem installiert sei, in dem kontinuierlich Fälle von den Leistungsbeziehern und gleichfalls das Handeln von den Mitarbeitern unter die Lupe genommen werden. „Wir dulden auf beiden Seiten keine Verfehlungen und Betrügereien“, versprach er.

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