Betrugs-Verdacht:

34-Jähriger zeigt Ex-Partnerin beim Jobcenter an

Nach dem Vorwurf eines Uckermärkers, dass seine ehemalige Lebensgefährtin den Staat um 48 000 Euro betrogen hat, mahlen jetzt die Mühlen des Gesetzes. LKA und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen.

Der Beweis für die Ermittlungen des Dezernates für Wirtschaftskriminalität.
Claudia Marsal Der Beweis für die Ermittlungen des Dezernates für Wirtschaftskriminalität.

Das Landeskriminalamt ermittelt gegen eine Hartz IV-Bezieherin aus der Uckermark. Der 30-Jährigen wird  "Betrug gemäß Paragraph 263 Strafgesetzbuch" vorgeworfen. Aus den Akten der Eberswalder Behörde geht hervor, die der Redaktion vorliegen, dass die Mutter eines kleinen Jungen verdächtigt wird, über acht Jahre zu Unrecht Leistungen des Jobcenters Uckermark bezogen zu haben.

In der besagten Zeit soll die Frau mit einem gut verdienenden Mann zusammengelebt haben. Sie hätte also unter Umständen keine staatlichen Leistungen in Anspruch nehmen dürfen. Zumindest wäre es ihre Pflicht gewesen, das Einkommen und das Vermögen ihres Partners anzugeben. Doch das ist offenbar nicht geschehen. Nicht in den Antragsformularen aufgetaucht sein soll zudem der Fakt, dass das einstige Paar in dieser Zeit mietfrei im Haus der Eltern der Tatverdächtigen lebte.

Vorwürfe auch gegen das Jobcenter

Ins Rollen gebracht hat das Verfahren übrigens der ehemalige Lebensgefährte der Beschuldigten. Der 34-Jährige hatte sich Monate nach der Trennung dazu entschlossen, die Mutter seines Sohnes anzuzeigen.  Seine neue Lebensgefährtin beteuert, dass er nichts geahnt habe, ihm aber bewusst sei, dass nun auch er mit zur Verantwortung gezogen werden kann. Es soll dabei schließlich um 48 000 Euro gehen.

Den Anzeigenerstatter und seine neue Lebensgefährtin ärgern vor allem, dass man ihrer Meinung nach bei den Behörden lange versucht habe, den Fall unter den Tisch zu kehren, weil es verwandtschaftliche Beziehungen der Beschuldigten zum Jobcenter gibt. Man wirft dem Jobcenter Kungelei vor und hat auch das zum Gegenstand einer Anzeige gemacht. Damit konfrontiert gab es bei der Pressestelle des Landkreises allerdings weder eine Bestätigung noch ein Dementi. "Wir werden uns zu Personalangelegenheiten in laufenden Verfahren nicht äußern", bat Sprecherin Ramona Fischer um Verständnis.

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Kommentare (1)

Wenn dieser Bericht,so den Tatsachen entspricht,ist es für nicht nicht nachvollziehbar, dass der Lk nach Kenntnis des Sachverhaltes nicht sofort den Fall an die STA weitergegeben hat und die besagte Mitarbeiterin vom Dienst suspendiert wurde. Auch wäre hier eine Strafvereitelung im Amt von Seiten der STA zu prüfen. Wenn aber ein Kunde,ein paar Euro nach Meinung des Amtes unrechtmäßig bekommen hat,wird sofort ermittelt und mit Repressalien gedroht.