Tbc-Alarm:

400 Gymnasiasten sollen zum Massenbluttest

Im Juni erfährt das uckermärkische Gesundheitsamt vom Ausbruch offener Tuberkulose bei einer 14-Jährigen. Die Amtsärztin lässt daraufhin noch vor den Ferien 200 Kontaktpersonen des Mädchens untersuchen. Jetzt ist klar: Es hatten sich sechs weitere Kinder angesteckt. Das zwingt nun erneut zum Handeln.

Seit über zwei Monaten suchen Mediziner der Region fieberhaft nach der Infektionsquelle. Doch noch immer ist unklar, bei wem sich eine 14-Jährige mit offener Tuberkulose angesteckt hat. Das Mädchen war im Frühsommer schwer erkrankt. Seine Tbc-Diagnose hatte eine großangelegte Untersuchungsaktion an der Schule nach sich gezogen. Amtsärztin Dr. Michaela Hofmann bestellte noch vor den Sommerferien über 200 enge Kontaktpersonen des Kindes zu Blutuntersuchungen ein. Dabei handelte es sich sowohl um Mitschüler als auch um Lehrer und Mitarbeiter des Prenzlauer Gymnasiums. Diese wurden einem so genannten Interferon-Gamma-Test unterzogen und körperlich untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sich ein weiteres Mädchen angesteckt hatte. Bei ihr wurde glücklicherweise nicht die offene, also ansteckende Tuberkulose diagnostiziert, sondern eine gemäßigte Form. 

Die Folgeinfektionen schaffen nun aber erneut Handlungsbedarf. Denn was die als sehr akribisch bekannte zuständige Amtsärztin Dr. Hofmann wurmt, ist die Tatsache, dass der Infektionsherd noch nicht gefunden worden ist. Er muss sich nicht zwangsläufig an der Schule befinden, aber es könnte durchaus sein. Deshalb hat sich der Landkreis entschlossen, ab Montag erneut Massenbluttests durchzuführen. Es sollen nun auch die restlichen 400 Gymnasiasten auf Erreger untersucht werden.

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