Hunderttausende Euro an Schaden:

400 Tonnen schwere Kranteile verschwunden

Die Polizei ermittelt derzeit wegen eines sehr ungewöhnlichen Diebstahls. Dabei geht es nicht nur um viel Geld. Wie konnten die großen Teile überhaupt abtransportiert werden?

Solche Teile sind verschwunden. Doch diese zu befördern erfordert Spezialtechnik und langfristige Planungen.
Matthias Bruck Solche Teile sind verschwunden. Doch diese zu befördern erfordert Spezialtechnik und langfristige Planungen.

Die Polizei beschäftigt sich gerade mit einem ungewöhnlichen Fall. Dabei geht es um Teile für einen mobilen Masten-Kran, mit dem unter anderem auch Windräder montiert werden können. Diese Teile sind von einem Betriebsgelände in Heinersdorf verschwunden. Sie wiegen rund 400 Tonnen. "Das sind Teile, für deren Abtransport Spezialfahrzeuge und entsprechende Verladetechnik notwendig ist", so Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Für den Abtransport seien längerfristige Planungen notwendig gewesen. Das gibt den Ermittlern  Rätsel auf.

Anzeige wegen Diebstahls hatte eine Spezialfirma aus Schwedt erstattet. Die Teile, so die Polizei, sollen von einem Firmengelände in Heinersdorf gestohlen worden sein. Aufgefallen war der Verlust am 24. November.

Teile waren nur gemietet

Nach bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei hatte sich die deutsche Firma die Teile bei der in Warschau ansässigen Firma "Leasing Polska" angemietet. Mehrfach soll in der Vergangenheit die polnische Verleihfirma die Leasingraten bei den deutschen Spezialisten angemahnt haben. Die Raten sollen ausgeblieben sein, so berichtete es die Polizei.

Jetzt, so die Polizei, wollte die Firma aus Polen die Teile wieder abholen. Doch als diese mit der entsprechenden Technik anrückte, waren die Kranteile verschwunden. Der Schaden liegt bei rund 700 000 Euro.

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