Unbefristeter Streik:

Abi-Prüfungen und kein Bus fährt

Die Arbeitsniederlegung im Nahverkehr ist für die Uckermark ein herber Schlag. Viele Einwohner sind auf Busse angewiesen. Besonders Gymnasiasten sind davon betroffen.

So wie in Haßleben blieben am Montagmorgen viele Buswartehäuschen in der Uckermark leer.
Monika Strehlow So wie in Haßleben blieben am Montagmorgen viele Buswartehäuschen in der Uckermark leer.

Landrat Dietmar Schulze (SPD) hält von der Eskalation der Tarifverhandlungen zum unbefristeten Streik im Nahverkehr gar nichts. Und das nicht nur, weil der Landkreis jährlich rund 2,4 Millionen Euro in die Uckermärkische Verkehrsgesellschaft (UVG) steckt. Dort werden Tariferhöhungen schon einkalkuliert. "Klar gibt es das Grundrecht auf Streik. Doch wenn man sich anschaut, worüber da gestritten wird, ist das nicht mehr nachvollziehbar." Die Uckermark ist ein Flächenkreis mit vielen Buskilometern. "Da halte ich es nicht für gut, dass der Streit auf dem Rücken der Uckermärker ausgetragen wird."

Besonders für Abiturienten könnte sich durch den Streik eine heikle Situation ergeben. Am Dienstag und Donnerstag finden die Prüfungen des Zentralabiturs in den Gymnasien der Uckermark statt. "Wir fangen am Dienstag pünktlich um 9 Uhr an", teilte der kommissarische Schulleiter des Prenzlauer Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium, Jörg Dittberner mit. Wenn jemand aufgrund ausfallender Busse nicht rechtzeitig erscheint, könne das nicht als Entschuldigung für die Abiturprüfung gelten. Jörg Dittberner geht davon aus, dass alle wie geplant an den Prüfungen teilnehmen werden. "Bisher haben sich noch keine Schüler bei uns gemeldet, weil sie wegen des Streiks nicht zur Prüfung kommen können."

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