Überraschung nach der Trauung:

"ABV" lässt beim Brautpaar Handschellen klicken

Der schönste Tag im Leben zweier Eheleute wird einer Göritzer Familie wohl immer im Gedächtnis bleiben. Kaum haben sich Christin und Christian in der Kirche des Ortes die Treue versprochen, schon steht draußen die Polizei vor der Tür.

In Handschellen aneinander gekettet, müssen Christin und Christian in den VP-Wartburg einsteigen.
Monika Strehlow In Handschellen aneinander gekettet, müssen Christin und Christian in den VP-Wartburg einsteigen.

Ein leibhaftiger Abschnittsbevollmächtigter (ABV) der Volkspolizei aus DDR-Zeiten kettet das Brautpaar Christin und Christian mit Handschellen aneinander. Vor den Augen der Hochzeitsgesellschaft setzt er sie in den Fonds seines original VP-Wartburg und kutschiert mit ihnen nach Naugarten zur Familienfeier und Hochzeitsnacht im Hof Kokurin. Extra für diesen Anlass wienerte der Prenzlauer Bernd Golletz seinen Original-Wartburg der DDR-Polizei und legte die ABV-Paradeuniform an.

Vor Golletz jedoch nahmen schon echte Polizisten den Bräutigam in Haft. Sein Vergehen: Der Kriminalist in der Polizeiinspektion Uckermark vergaß, die Kollegen zur Hochzeit einzuladen. So ließen sich Ulf Richter und Björn Kröger das Versäumnis etwas kosten. Für 20,13 Euro konnte sich der "Delinquent" frei kaufen. Die hatte Christian Meyer natürlich nicht dabei. Zum Glück half ihm seine Schwiegermutter Marlies Vilter aus der Verlegenheit. Sie kramte aus dem Handtäschchen 20 Euro und 20 Cent. Den Rest schenkte sie der Inspektion: Denn die sieben ist eine Glückszahl.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!