Historienspektakel:

Alles dreht sich um Liebe und Mord(s)lust

Mitten im Paradies der Landesgartenschau spart das einzigartige Laienensemble des Prenzlauer Historienspektakels  nicht mit respektlosen Worten gegenüber der alten und neuen Obrigkeit. Die Mimen wissen auch im 14. Jahr zu überraschen.  

Das Prenzlauer Historienspektakel begeisterte auf der Freilichtbühne der Landesgartenschau.
Oliver Spitza Das Prenzlauer Historienspektakel begeisterte auf der Freilichtbühne der Landesgartenschau.

Noch bevor überhaupt ein Schauspieler die Premierenbühne auf der LAGA in Prenzlau betrat, brandete Beifall unter den 1200 Zuschauern auf. Der frühere Ministerpräsident Matthias Platzeck hatte es sich nicht nehmen lassen, dem größten Laienensemble des Landes einen Besuch abzustatten. Nun ganz privat.

Die beiden anderen Zuschauer neben Matthias Platzeck mussten alsbald ihre Plätze räumen, denn sowohl Bürgermeister Hendrik Sommer als auch LAGA-Chef Christian Hernjokl hatten noch ihre kurzen Bühnenauftritte zu bewältigen. Genau wie der Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen (CDU). Sie treten in den Umbaupausen einer respektlosen „Managerin of Lavatory“, also einer Toilettenfrau gegenüber, die ihrerseits gegenüber den „großen Tieren“ kein Blatt vor den Mund nimmt und munter drauf los plappert. Der Hernjokl habe zum Beispiel doch die LAGA so gut organisiert und sich damit prompt für den BER-Flughafen empfohlen. Ob Ex-MP Platzeck darüber gelacht hat, war nicht zu erkennen.

Ansonsten sahen die Zuschauer aber eine Liebesgeschichte aus dem 19. Jahrhundert. Eigentlich nicht eine, sondern drei.

Martin Mehner und Stephanie Schilling haben ein gut dreistündiges Drehbuch gestrickt. Im LAGA-Jahr wurde das Thema Landschaft und Garten aufgegriffen, die Spektakelmacher haben sich vom Lenné-Park in Arendsee inspirieren lassen. 90 Mitwirkende vor und hinter der Bühne sind mit Spaß und Feuereifer auch im 14. Spektakeljahr bei der Sache. Dafür gab es viel Applaus!

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