Umweltverbrechen bei Arendsee:

Am Waldrand lauert der Vogeltod

Tierschützer haben eine beispiellose Serie von Umweltverbrechen in der Uckermark aufgedeckt. Nachdem erneut tote Greifvögel und verbotene Fallen in Arendsee bei Prenzlau gefunden wurden, sind jetzt 5000 Euro Belohnung ausgesetzt worden.

Polizeibeamte sicherten Spuren an einer entdeckten Vogelfalle.
Privat Polizeibeamte sicherten Spuren an einer entdeckten Vogelfalle.

Die jahrelange Serie illegaler Verfolgung von geschützten Adlern und Habichten in einem Jagdrevier in der Uckermark nimmt kein Ende. Darauf macht das "Komitee gegen den Vogelmord" aufmerksam.

Vogelschützer hatten in der letzten Januarwoche unweit der Ortschaft Arendsee erneut eine Falle für den Fang streng geschützter Greifvögel sowie zwei frisch getötete Habichte und einen Sperber gefunden. Falle und Ködertauben wurden von der Polizei sichergestellt. Wegen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz wurde ein Strafverfahren gegen unbekannt eingeleitet.

Dieser Fund, sagte Sprecher Axel Hirschfeld, ist der vorläufige Höhepunkt einer bundesweit beispiellosen Serie von Greifvogeltötungen nahe Arendsee.  Nach Angaben der  Dokumentationsstelle für Greifvogelverfolgung und Artenschutzkriminalität sind seit 1997 in diesem Gebiet mindestens 39 geschützte Großvögel vergiftet, abgeschossen oder erschlagen aufgefunden worden.

Die Vogelschützer haben eine Belohnung von 5 000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden oder an das Komitee, Telefon 0228 665521.

 

 

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