Bulle erschossen:

Amoklauf wohl wegen eines Sonnenstichs

Nicht nur uns Menschen macht die Hitze zu schaffen. Auch der Ausraster eines Rindes hängt offenbar damit zusammen.

Egal, ob Rinder drinnen oder draußen stehen – auch ihnen macht die Hitze offenbar zu schaffen.
Claudia Marsal Egal, ob Rinder drinnen oder draußen stehen – auch ihnen macht die Hitze offenbar zu schaffen.

Wenn Rinder friedlich am Straßenrand stehen und grasen, schaut der Mensch gerne zu. Doch auch den Vierbeinern setzt die gegenwärtige Wärme offenbar mächtig zu. Das Veterinäramt Uckermark hält es jedenfalls für möglich, dass die Hitze schuld war am Ausraster eines Bullen bei Angermünde. Der 250 Kilogramm schwere Koloss war am Wochenende aus einem Stall ausgebrochen. In der Folge widersetzte er sich allen Versuchen, ihn einzufangen. Der Bulle griff stattdessen einen Mitarbeiter des Hofes mehrfach an.

Selbst mit Unterstützung weiterer Männer gelang es nicht, das aggressive Rind zu bändigen. Er randalierte auf dem Gelände, und es bestand Gefahr, dass das massige Tier den Grundstückszaun niederreißt. Weil Gefahr in Verzug war, wurden Polizei und Veterinäramt informiert. Der diensthabende Tierarzt des Landkreises erteilte telefonisch die Genehmigung, den Bullen durch einen Jäger erschießen zu lassen. Zwei Tage später schloss die Behörde aus, dass das Rind Tollwut hatte. Auch von BSE oder anderen Krankheiten sei nicht auszugehen, hieß es. Am wahrscheinlichsten ist ein Sonnenstich, aber die Ermittlungen dauern an.

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