Massiver Polizeieinsatz:

Asylbewerber gehen aufeinander los

Zwischen Tschetschenen und Flüchtlingen aus Afghanistan entbrannten in Prenzlau gewalttätige Auseinandersetzungen. Die Polizei zog Kräfte aus der Uckermark, Eberswalde und von der Autobahnpolizei zusammen.

Selbst als Polizeifahrzeuge vor dem Asylbewerberheim standen und Beamte im Gebäude waren, versuchten die Unruhestifter körperliche Auseinandersetzungen anzuzetteln.
Armin Gehrmann Selbst als Polizeifahrzeuge vor dem Asylbewerberheim standen und Beamte im Gebäude waren, versuchten die Unruhestifter körperliche Auseinandersetzungen anzuzetteln.

Im Prenzlauer Asylbewerberheim war am Wochenende die Polizei ständig gefordert. „Wir sind seit Sonnabend, 22 Uhr, im Dauereinsatz“, erklärte Stefan Hahlweg, Einsatzleiter der Polizeiwache in Prenzlau. „Uns wurden Auseinandersetzungen zwischen Asylbewerbern aus Tschetschenien und Afghanistan gemeldet. Worum die Streitigkeiten entbrannten, ist nicht zu sagen. Niemand versteht Deutsch oder beherrscht unsere Sprache. Man ging aus beiden Lagern mit Knüppel aufeinander los.“

Im Heim gibt es nur einen Wachmann. Der war mit der Situation total überfordert. „Die Streitigkeiten und bedrohlichen Situationen flammten immer wieder auf. Selbst als unsere Einsatzkräfte vor Ort waren. Es ist einfach keine Ruhe in die Situation hineinzubekommen“, so Hahlweg. Während er das sagte, mussten seine Kollegen schon wieder zwischen die Streitenden treten.

Polizei bleibt in Bereitschaft

Zum Einsatz kamen Kräfte aus den Polizeiwachen der Uckermark, aus Eberswalde und auch von der Autobahnpolizei. „Die Situation ist so angespannt, dass wir hier nicht abziehen können“, so der Einsatzleiter weiter. „Wir müssen Präsenz zeigen, müssen Einsatzkräfte vor Ort ständig in Bereitschaft haben, notfalls auch die ganze Nacht lang, um eventuell schnell eingreifen zu können.“

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