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Auf dass diese Liebe ewig währen möge

Die Idee, seine Liebe und Verbundenheit mit einem an der Prenzlauer Fußgängerbrücke befestigten Schloss kundzutun und sichtbar zu machen, stößt auch bei ...

Einen prominenten Besucher hatte in dieser Woche die Prenzlauer Liebesbrücke. Bürgermeister Hendrik Sommer persönlich brachte am Gitter ein kleines grünes Schlösschen an. Im Gespräch mit dem Uckermark Kurier verriet er, dass das ein Dankeschön für Unterstützung und Verständnis ist.  FOTO: Stadt

Die Idee, seine Liebe und Verbundenheit mit einem an der Prenzlauer Fußgängerbrücke befestigten Schloss kundzutun und sichtbar zu machen, stößt auch bei Bürgermeister Hendrik Sommer auf Sympathie. Das teilte das Rathaus in dieser Woche mit. Das Stadtoberhaupt habe der Brücke deshalb am Mittwochmorgen noch spontan einen Besuch abgestattet und selbst ein Schloss angehängt. „Das ist für meine Ehefrau Carola“, ließ der Bürgermeister die Heimatzeitung wissen. Er wolle ihr damit für ihr Verständnis, für ihre Unterstützung und vor allem natürlich für ihre Liebe danken, setzte er offenherzig hinzu. „Gerade jetzt, im Jahr der Landesgartenschau, muss sie oft auf mich verzichten. Für die Familie bleibt oft wenig Zeit. Da ist es besonders wichtig, einen Partner zu haben, der Verständnis hat und einem den Rücken frei hält. Meine Frau lässt mich das jeden Tag aufs Neue erfahren. Dafür danke ich ihr.“ Das Grün seines Schlosses, so Sommer, stehe für die Landesgartenschau.

Die Stadt, so versicherte der Bürgermeister weiter, habe gegen diese Aktion nichts einzuwenden. Es ist also nicht zu befürchten, dass das Ordnungsamt auftaucht und eventuell sogar noch Strafgelder verhängt. Die Resonanz auf die Berichterstattung über die Liebesschlossbrücke ist übrigens wie erwartet sehr groß. Seit dem ersten Artikel im Uckermark Kurier haben weitere Liebende Zeichen ihrer Zuneigung am Gitter angebracht. Gerhard Spieß (59) gehört zu denen, die die Überführung über die Bahnstrecke fast täglich nutzen. „Ehrlich gesagt ist mir erst in den letzten Tagen aufgefallen, dass da etwas am Geländer hängt“, sagte er. Aber mittlerweile sei das Ganze ja nicht mehr zu übersehen. Der Vorruheständler hat allerdings Sorge, dass Metalldiebe hier des nachts zum Plündern erscheinen könnten. „Die meisten Schlösser sind aus Messing. Das bringt schon Geld.“ Er erzählte abschließend, dass ihm gestern seine Nichte verraten habe, das sie vor Wochen einen der ersten Liebesbeweise dort angeschlossen hatte.
„Glück gebracht hat es ihr allerdings nicht. Die Beziehung zu ihrem Freund ist schon wieder aus.“