Lukratives Geschäft:

Aufgepasst bei Sammelaktion vor der Haustür

Zum Frühling stellen Rohstoffsammler Körbe vor Häuser und bitten um ausrangierte Gegenstände. Wer ausrümpeln möchte, sollte aufpassen. Nicht jede Sammlung ist genehmigt und wer sich beteiligt, riskiert eine Ordnungswidrigkeit.

Zettel oder Schilder wie diese finden die Uckermärker häufiger an ihren Haustüren udn Briefkästen.
UKK Zettel oder Schilder wie diese finden die Uckermärker häufiger an ihren Haustüren udn Briefkästen.

Ein leerer Wäschekorb vor der Haustür, darin ein Zettel mit der Bitte, ihn mit ausrangierter Kleidung oder Elektroartikeln zu füllen. Meist sind die Behälter am angekündigten Abholtag wieder verschwunden, samt Inhalt. Die Riege der Interessenten an diesen lukrativen Rohstoffen ist groß. Ein ganzer Wirtschaftszweig verwertet Alttextilien, Lederwaren und elektronische Geräte.

Es gibt jedoch auch schwarze Schafe."Im Landkreis treten immer wieder illegale Sammler auf", stellt Bernd Brandenburg, Leiter des Rechts- und Ordnungsdezernates im Landkreis, klar. Zum Frühling komme das oftmals vor. Gemeinnützige und gewerbliche Sammlungen von Abfällen aus Haushalten müssen bei dem Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz angezeigt werden. Sammler, die dieser gesetzlichen Pflicht nicht nachkommen, handeln illegal, betont der Dezernent.

Auch Spender können illegal handeln

"Wer sicher gehen möchte, dass er eine zulässige Sammlung bedient, sollte darauf achten, dass sich die Firma auf dem Zettel mit Adresse und Hausnummer zu erkennen gibt", meint Brandenburg. Er macht zudem darauf aufmerksam, dass für Elektroaltgeräte besondere Bestimmungen gelten. Aufgrund ihrer Bestandteile dürfen nicht über allgemeine Sammlungen erfasst werden. Nach dem Gesetz steht das ausschließlich dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, also dem Landkreis Uckermark, oder seinen Beauftragten zu.  Wer dennoch Elektrogerät in Sammlungen gibt, verhält sich zumindest ordnungswidrig.

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