Uckermärkerin macht Karriere:

Aufgeschlitze Hälse sind ihr Spezialgebiet

Beim Film ist Laura Possart für blutige Szenen zuständig. Für Prenzlau setzt die junge Maskenbildnerin dagegen auf natürliche Schönheit. Und hat einen Kalender produziert.

Maskenbildnerin Laura Possart (23) mit ihrem 2014er Kalender "Prenzlau, natürlich schön!"
Oliver Spitza Maskenbildnerin Laura Possart (23) mit ihrem 2014er Kalender "Prenzlau, natürlich schön!"

Klaffende Wunden, Blut, aufgeschlitzte Hälse sind das Spezialgebiet von Laura Possart. Jedenfalls einen Sommer lang. „Ich war fünf Wochen in Budapest, wo eine Krimi-Komödie gedreht wurde. Und dort war ich für das Special-Make-up zuständig“, erzählt die 23-jährige Prenzlauerin. Ihr Mentor Hasso von Hugo hatte sie an den befreundeten ungarischen Filmproduzenten vermittelt. Sozusagen als Abschlussarbeit. Der 1946 in Köln geborene Hasso von Hugo ist ein international gefragter Maskenbildner und erhielt 1986 als erster deutscher Maskenbildner den Bundesfilmpreis für seine Arbeit am berühmten Mittelalter-Krimi „Der Name der Rose“. Er war Chefmaskenbildner an den Staatlichen Schauspielbühnen in Berlin, ehe er 1990 seine eigene, private Maskenbildnerschule gründete. Und an dieser Schule hat Laura Possart erfolgreich eine dreijährige Ausbildung absolviert.

„Ein toller Beruf. Unheimlich spannend, vielfältig. Man ist Friseur, Stylist, Künstler“, erzählt Laura Possart, die sich nun Staatlich geprüfte Maskenbildnerin nennen darf. Eine Karriere an einem Theater oder beim Film strebt sie aber nicht an. „Ich wollte immer freiberuflich arbeiten, da kann ich meine Ideen umsetzen.“ Sie arbeitet in Berlin und in der Uckermark für Hochzeiten, Bälle, große Feste und kümmert sich um den kompletten Kopf der Damen: Haare, Make-up, Styling.

Der in Budapest gedrehte Krimi wird voraussichtlich im Frühjahr in Ungarn in den Kinos Premiere haben. Wer sich vorher von der Arbeit der jungen Maskenbildnerin überzeugen möchte, sollte den 2014er Kalender „Prenzlau, natürlich schön!“ kaufen. Der Kalender ist zugleich eine schöne Erinnerung an die Landesgartenschau, denn im Seepark sind die meisten Fotos entstanden.

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