Unterkünfte ausgelastet:

Aufnahme von Flüchtlingen ausgesetzt

In der Uckermark gibt es keine freien Plätze mehr. Der Landkreis braucht eine Atempause, um neue einzurichten, erklärt Landrat Dietmar Schulze. Ein Aufnahmestopp ist das jedoch nicht.

In Prenzlau kommen jetzt auch die letzten noch ungenutzten Kasernengebäude ins Gespräch.
Monika Strehlow In Prenzlau kommen jetzt auch die letzten noch ungenutzten Kasernengebäude ins Gespräch.

Der Landkreis Uckermark hat das brandenburgische Sozialministerium schriftlich informiert, dass keine neuen Flüchtlinge aufgenommen werden können. Vor Jahresfrist hatte der Bund 2015 für die Uckermark 1426 Personen angekündigt. Den meisten Beteiligten war damals schon klar, dass es dabei nicht bleiben würde. Erst vor Kurzem musste das Land Brandenburg erneut 500 Personen ankündigen, die zusätzlich bis Jahresende dem Kreis zugeteilt werden.

Inzwischen ist das Asylbewerberheim Prenzlau trotz zusätzlicher Wohncontainer ausgelastet. Auf der anderen Stadtseite leben im Feuerwehrtechnischen Zentrum des Landkreises knapp 70 Personen. Auch die zu Übergangswohnheimen umfunktionierten Häuser in Templin, Schwedt und Angermünde sind belegt. "Ich werde keinen Aufnahmestopp verfügen. Aber wir benötigen rund drei Wochen, um neue Plätze herrichten zu können", erklärt Landrat Dietmar Schulze (SPD). Lediglich in Einzelfällen können noch Menschen aufgenommen werden, deren Angehörige bereits in der Uckermark sind.

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