Großeinsatz:

Polizei verhindert Rechtsrock-Konzert

Das Neonazi-Konzert sollte am Samstag auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebes in der Uckermark stattfinden. Der Veranstalter ist kein Unbekannter in Vorpommern.

Polizisten verhinderten am Wochenende den Auftritt einer rechtsextremistischen Band in der Uckermark (Archivaufnahme).
Lukas Schulze Polizisten verhinderten am Wochenende den Auftritt einer rechtsextremistischen Band in der Uckermark (Archivaufnahme).

Ein einschlägig bekannter 46-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern organisierte den Auftritt einer rechtsextremistischen Band in der Nähe von Gramzow, ermittelten Beamte des Landeskriminalamtes und der Polizeidirektion Ost. Nach Informationen des Uckermark Kurier soll es sich dabei um Dirk Bahlmann, NPD-Kreistagsabgeordneter in Vorpommern-Greifswald, handeln. Auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebes war ein Konzertraum bereits vorbereitet, schildert Polizeipressesprecher Stefan Möhwald: „Dieser war mit einem erheblichen Getränkevorrat für mehrere hundert Personen sowie entsprechendem Verkaufstresen ausgestattet.“

Teilnehmer musste Sweatshirt noch vor Ort ausziehen

Um Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwenden, wurde die nicht angemeldete Musikveranstaltung untersagt und alle anreisenden Konzertbesucher abgewiesen. Während dieses sehr umfangreichen Einsatzes kontrollierten die Polizisten auch einen 33-jährigen Mann, auf dessen Oberbekleidung ein Symbol abgebildet war, das den Straftatbestand des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erfüllte. Das Sweatshirt musste der Uckermärker noch vor Ort ausziehen und übergeben. Es wurde gegen ihn eine Anzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen.

Die uckermärkischen Polizeikräfte erhielten Unterstützung der benachbarten Polizeidirektionen Nord, Süd und von Beamten aus Mecklenburg-Vorpommern.  Der Einsatz der Polizisten endete Sonntag um 0.40 Uhr, ohne dass die Veranstaltung stattfand.

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Kommentare (1)

Für mich ist es fadenscheinig ,wenn bei einem Konzert von rechts, auf einem privat Gelände und nicht in einem bewohnten Gebiet,wieder einmal die Gefahrenabwehr herhalten muss. Welche Gefahren,sollten in der Einöde abgewehrt werden ? Dieser Kräfteansatz der Polizei,ist für mich nicht nachvollziehbar. Hier wurden wieder einmal politische Vorgaben umgesetzt. Diese hier eingesetzten PVB,s wurden an anderer stelle bestimmt dringender benötigt.