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Aus für Pommes und Bockwurst

Eigentlich sollte der alte Bahnhofskiosk nach dem Leerzug verschwinden. Doch jetzt könnte er eine neue Chance bekommen.

Bis vor Kurzem hieß es, dass die Stadt dieses Gebäude am Prenzlauer Bahnhof abreißen lassen will.
Claudia Marsal Bis vor Kurzem hieß es, dass die Stadt dieses Gebäude am Prenzlauer Bahnhof abreißen lassen will.

Der Kiosk auf dem Bahnhofsvorplatz – er gehört seit Jahrzehnten zum Stadtbild von Prenzlau. Zu DDR-Zeiten erst Mitropa, später dann als Früh- und Spätverkaufsstelle genutzt, war das Objekt stets ein markanter Ort in der Kreisstadt. Doch nachdem der letzte Betreiber, ein Vietnamese, mitgeteilt hatte, dass er zum Jahresende sein Geschäft aufgeben wird, wurden Abrisspläne laut. Die Stadt zog in Erwägung, das alte Gebäude platt zu machen. Vor allem, weil es hier mit der oft alkoholisierten Imbisskundschaft immer wieder Probleme gegeben hatte. Anwohner und Fahrgäste beklagten Lärm und Belästigungen. Die Polizei musste regelmäßig eingreifen.

Seit dieser Woche nun steht das Häuschen leer. Doch die Abrissbirne wird dort so schnell nicht kreisen. Im Prenzlauer Rathaus hat es eine Planänderung gegeben. Wie Sprecherin Alexandra Martinot mitteilte, ist wieder eine Nachnutzung im Gespräch. Allerdings nicht wie bisher als Imbiss, sondern völlig branchenfremd. Ein Fahrradhändler aus der Kreisstadt hat in Erwägung gezogen, mit Verkauf und Verleih in Bahnhofsnähe zu ziehen. „Aus touristischer Sicht macht das natürlich Sinn“, freut sich Martinot. Noch ist der Vertrag allerdings nicht unterzeichnet.