Fehlalarm im Krankenhaus:

Außer Spesen nichts gewesen

Ein Brandmelder schlägt im Kreiskrankenhaus in Prenzlau Alarm. Die Feuerwehr rückt sofort aus. Löschen müssen die Kameraden zum Glück nichts. Umsonst ist der Einsatz dennoch nicht.

Die Freiwillige Feuerwehr hält sich vor dem Krankenhaus in Bereitschaft, während Ortswehrführerin Sandra Hidde drinnen die Lage klärt Fehlalarm, die Kameraden können wieder abrücken.
Gerald Bahr Die Freiwillige Feuerwehr hält sich vor dem Krankenhaus in Bereitschaft, während Ortswehrführerin Sandra Hidde drinnen die Lage klärt Fehlalarm, die Kameraden können wieder abrücken.

Gegen 9.30 schlägt der Pieper Alarm. Ein Brandmelder im Kreiskrankenhaus in Prenzlau ist losgegangen. Die Kameraden um Ortswehrführerin Sandra Hidde rücken sofort zum Einsatz aus. Binnen weniger Minuten sind sie mit einem Löschfahrzeug am Krankenhaus angelangt. Ein zweites Fahrzeug mit einer Drehleiter, um notfalls Menschen aus den oberen Stockwerken zu retten, wird ebenso besetzt und losgeschickt.Vor Ort kann die Feuerwehrchefin schnell Entwarnung geben. "Warum der Brandmelder Alarm schlug, wissen wir nicht. Es war kein Rauch zu riechen und es gab auch sonst keine Anzeichen für einen Brand", sagt Sandra Hidde. Es ist nur ein Fehlalarm. Das zweite Löschfahrzeug mit der Drehleiter wird umgehend zurück in das Feuerwehrdepot beordert, noch bevor es am Krankenhaus eintrifft. Bevor die Feuerwehr sich komplett zurückzieht in das Depot, packen die Kameraden noch kurz bei einem Krankentransport mit einem sehr schweren Patienten an.

Der Einsatz ist damit umsonst, aber keinesfalls kostenlos. Bei Fehlalarmen wird dem Verursacher ein Pauschalbetrag von 350 Euro für den Einsatz der Feuerwehr in Rechnung gestellt. Das hat die Stadtverordnetenversammlung im Frühjahr diesen Jahres beschlossen, da sich die Fehlalarme in Prenzlau in verschiedensten Einrichtungen stark häuften.