Gefährliche Mutprobe:

Auto im See versenkt

Drei Jugendliche rasten bei Schmiedeberg auf das Ufer des Großen Kaulsee zu. Die Straße war glatt und so hatte sich der Fahranfänger beim  Bremsweg dann ganz gehörig verschätzt.

Ungefähr dort, wo sich das Schild befindet, "parkt" derzeit ein Auto.
Stefan Hoeft, Ute Ludwig; Montage: Nadine Teucher Ungefähr dort, wo sich das Schild befindet, "parkt" derzeit ein Auto.

Mit zwei Freunden war ein 18-Jähriger am Dienstagabend zu einer Spritztour in seinem Opel Astra aufgebrochen. Die drei brausten durch die Straßen von Angermünde. Offensichtlich wollte der junge Mann danach seinen Wagen auch auf der Landstraße ausprobieren und machte sich auf den Weg nach Schmiedeberg. Als die Jugendlichen mit dem Auto auf der Dorfstraße an die Abfahrt zum Großen Kaulsee kamen, bogen sie zum See ab.

Polizeisprecher Stefan Möhwald: „Der Fahrer ist hier ganz offensichtlich mit hoher Geschwindigkeit in Richtung See gefahren.“ Erst kurz vor dem Wasser muss er dann versucht haben, den Wagen abzubremsen. Zu spät, der Rasenstreifen war feucht und glitschig.

Eine teure Spritztour

Nach bisheriger Spurenauswertung rauschte der Wagen fast ungebremst ins Wasser, an den Ruderbooten vorbei. „Der Opel kam erst 20 Meter vom Ufer entfernt in drei Metern Tiefe zum Stehen“, so Möhwald. Zum Glück konnten sich alle drei Insassen rechtzeitig aus dem sinkenden Fahrzeug retten. Danach suchten die Freunde das Weite. Offenbar plagte den Fahrer sein schlechtes Gewissen. Die Reue trieb ihn drei Stunden später zur Polizei, wo er den Unfall meldete.

Der Opel soll in den nächsten Tagen geborgen werden. Dazu wurden Taucher angefordert. Der Fahrer wird an die Spritztour sicher lange denken. Er hat jetzt nämlich nicht nur eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht am Hals, sondern wird auch den Einsatz der Taucher bezahlen müssen. 

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