Wirtschaft:

Autozulieferer startet nach Brand neu durch

Aus einer Katastrophe haben Eigentümer und Mitarbeiter das Beste gemacht. Die Oberflächentechnik Boryszew Prenzlau GmbH hat jetzt ein hochmodernes Werk.

Steve Musch (links) und Margit Spiecker bestücken einen Träger mit Handgriffen, bevor die Teile von Autotürklinken ins Galvanikbad kommen.
Monika Strehlow Steve Musch (links) und Margit Spiecker bestücken einen Träger mit Handgriffen, bevor die Teile von Autotürklinken ins Galvanikbad kommen.

In Prenzlau ist am Mittwoch eine Fabrik für Autoteile in Betrieb gegangen. Nach Angaben des Eigentümers, die Oberflächentechnik Boryszew GmbH, ist das Werk der bundesweit modernste Betrieb seiner Art. Die Produktionsstätte im Prenzlauer Gewerbegebiet Nord entstand, nachdem 2015 ein verheerender Großbrand die Galvanik am angestammten Sitz des Unternehmens im Gewerbegebiet Ost vernichtet hatte.

Insgesamt investierte die polnische Boryszew Group rund 21 Millionen Euro in den neuen Betrieb. Autohersteller wie VW, Audi und Toyota werden damit ab sofort wieder Türklinken aus Prenzlau erhalten. Nach der Katastrophe war die Produktion an mehreren Orten in der uckermärkischen Kreisstadt sowie im nordrhein-westfälischen Herford fortgesetzt worden.

Nach den Worten von Vorstandsmitglied Cezary Pyszkowski spiele das Prenzlauer Unternehmen mit nun 360 Mitarbeitern eine Schlüsselrolle im Mutterunternehmen. Dank des engen Miteinanders deutscher und polnischer Behörden und Banken sowie des Einsatzes der Mitarbeiter arbeitet das neue Werk nur ein Jahr nach der Grundsteinlegung mit voller Kapazität.