Munitionsfund:

Badestelle am Unteruckersee bleibt gesperrt

Nach dem Fund einer Panzerfaust untersuchten jetzt Experten die Stelle. Bisher wurden keine weiteren Geschosse entdeckt. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt.

Munitionsexperte André Vogel untersucht seit Jahren viele Seen in der Prenzlauer Umgebung.
Thomas Walther Munitionsexperte André Vogel untersucht seit Jahren viele Seen in der Prenzlauer Umgebung.

Die inoffiziellen Badestelle am Unteruckersee neben dem Kinderspielplatz auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau bleibt weiter gesperrt. Bisher ist noch nicht bekannt, ob hier im Wasser weitere Fundmunition liegt. Am Sonnabendnachmittag hatte - wie berichtet - ein Junge beim Tauchen eine Panzerfaust gefunden.

Am Montag untersuchte der Munitionsbergungsdienst die Stelle. Die Männer hatten nur den hüfttiefen Bereich absuchen können. Nach Aussage des Junge fand der die Panzerfaust etwa fünf Meter vom Ufer entfernt. Jetzt sollen Taucher angefordert werden.

Bei dem Geschoss handelt sich um eine PG 2. Diese russische Übungspanzerfaust wurde ab den 50er und 60er Jahren bei der russischen Armee eingesetzt, später auch bei der Nationalen Volksarmee. Bis zur Wende übten Kampfgruppen und Polizei noch damit. Wie sie in den See gelangte, ist noch völlig unklar. Bereits 2005 und 2006 wurde im See Munition gefunden.

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