:

Baggern, wo sonst ein Bach fließt

Den Fischottern im uckermärkischen Köhntop wird ein "Laufsteg" gebaut. Gelegenheit dazu bietet ein Brückenneubau. Die neue Konstruktion soll allerdings mehr als eine reine Überquerung werden.

Mitten im Kiesbett des Köhntop steht der kleine Greifbagger.
Monika Streholow Mitten im Kiesbett des Köhntop steht der kleine Greifbagger.

Rund 435 000 Euro veranschlagt der brandenburgische Landesbetrieb Straßenwesen für den Brückenneubau zwischen Bandelow und Trebenow. Ende Mai wurde die 95 Jahre alte Brücke für einen Neubau abgerissen. Seitdem auch ist die Landesstraße 258 über den Köhntop für motorisierte Fahrzeuge gesperrt. Doch zum Glück für die Touristiker gibt es für Radler und Fußgänger eine Behelfsbrücke.

Nach den Worten von Dirk Noack, Sachgebietsleiter in der Eberswalder Dienststelle des Landesbetriebs, läuft alles nach Zeitplan. Im ersten Quartal 2016 soll der Neubau fertig sein. Die Pfahlgründungen sind gesetzt. Jetzt wird das Kiesbett des Köhntops verbreitert, um Platz für eine Mess-Strecke unter der neuen Brücke zu schaffen. Davon erhofft sich das Landesumweltamt Aufschluss über Pegelstand und Fließgeschwindigkeit. Außerdem wird den Fischottern unter der Brücke ein "Laufsteg" eingerichtet. Eine so genannte Berme soll den geschützten Wassermardern den gefahrlosen Flusswechsel ermöglichen, ohne die Straße zu queren.