Denkmalodyssee hat ein Ende:

Bauherr kommt mit Widerspruch durch

Lars Radeke hat sich mit dem Landkreis angelegt. Er fühlte sich schikaniert von der Denkmalschutzbehörde und kämpfte.

Endlich ist die Schuttrutsche in Betrieb, die Entkernung des Altbaus kann beginnen.
Claudia Marsal Endlich ist die Schuttrutsche in Betrieb, die Entkernung des Altbaus kann beginnen.

Im Frühjahr ging der kuriose Streit um den Denkmalstatus eines Prenzlauer Altbaus durch die Medien. Dem Besitzer wurde damals vom Landkreis die Baugenehmigung für sein Haus in der Karl-Marx-Straße 4 verwehrt. Völlig unerwartet für den 42-Jährigen hatte die Behörde plötzlich die Unterschutzstellung zum Thema gemacht. Der Prenzlauer sah dadurch sein Investitionsvorhaben in Höhe von 440 000 Euro in Gefahr und ging an die Öffentlichkeit.

Parallel dazu wehrte sich Lars Radeke mit juristischen Mitteln gegen die, aus seiner Sicht schikanösen Auflagen. Das kreisliche Bauordnungsamt erklärte im April auf Nachfrage, dass das Landesamt bereits 2002 den Denkmalwert festgestellt und das dem damaligen Eigentümer mitgeteilt habe. Eine Eintragung  in die Denkmalliste erfolgte aus unerfindlichen Gründen allerdings nicht. Radeke konnte also gar nichts davon wissen, als er die Liegenschaft erwarb. Vor dem Schaden bewahrte ihn das nicht. Denn der Kreis beharrte darauf, dass die Denkmaleigenschaft nicht von der Eintragung in die Liste abhängig sei.

Zum aktuellen Stand befragt, sagte der Investor in dieser Woche, dass die Baugenehmigung zwischenzeitlich erteilt worden sei. Nicht zuletzt, weil sich Behördenleiterin Carla Teschke sehr für eine einvernehmliche Lösung eingesetzt habe. Auch mit seinem letzten Widerspruch, bei dem es um die Auflage von weißen Fenstern ging, kam der Bauherr durch. Der Entkernung steht nun nichts mehr im Wege. Radeke ist optimistisch, dass zum 1. Dezember die Geschäftseinheit in der unteren Etage fertig wird. Die Zeit drängt, schließlich hat er schon Mieter.

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