Statt Gegacker großer Aufschrei:

Baustopp für Legehennenanlage verhängt

Die Errichtung einer zweiten Legehennenanlage zwischen Zollchow und Sternhagen ist vorerst ausgebremst. Das Verwaltungsgericht Potsdam hat weitere Baumaßnahmen untersagt.

Zehntausende Legehennen in Sternhagen? Dagegen regt sich Widerstand.
Martin Schutt Zehntausende Legehennen in Sternhagen? Dagegen regt sich Widerstand.

Das Potsdamer Verwaltungsgericht ordnete Baustopp für die Legehennenanlage Zollchow II an. Das Gericht begründet sein Urteil unter anderem damit, dass sich nach Abwägung aller Belange im Hauptsacheverfahren die immissionsrechtliche Genehmigung als rechtswidrig erweisen könnte. Zwar würden Legehennenanlagen erst ab einer Größe von 60 000 und mehr Plätzen einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen. Doch bestehe diese Pflicht beispielsweise auch dann, wenn mehrere, in einem engen Zusammenhang stehende Vorhaben derselben Art gleichzeitig verwirklicht werden sollen.

Widerstand gegen Bau von zwei Nachbar-Anlagen

Zwischen Zollchow und Sternhagen errichtet eine Landwirtsfamilie derzeit zwei Legehennenanlagen im Abstand von mehreren hundert Metern. Jede Anlage soll Platz für 39 900 Hennen bieten. Dagegen regte sich Widerstand, die Bürgerinitiative "Kontra Industrie-Ei Uckerseen" gründete sich.Sie kritisiert unter anderem, dass durch die "Aufspaltung in zwei Anlagen"  die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Umweltverträglichkeitsprüfung ausgehebelt würden.

Geklagt wird gegen Genehmigung des Landesamtes

Der BUND hatte in seiner Klage, die sich gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz richtet,  unter anderem auf mögliche Beeinträchtigungen geschützter Gebiete und die Gefährdung der Rotbauchunke hingewiesen.

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