Nadelöhr:

Baustopp stellt Kreisstädter auf eine sehr harte Probe

Die Arbeiten auf der Brüssower Allee dauern länger als erwartet. Die Fahrbahn ist weiterhin auf beiden Seiten auf eine enge Spur beschränkt. Für breite Räumfahrzeuge ist kein Platz. Wie lange soll das noch so bleiben?

Wenn es schneit wird der Winterdienst in dem engen Korridor für Fußgänger und Radfahrer schwierig.
Benjamin Vorhölter Wenn es schneit wird der Winterdienst in dem engen Korridor für Fußgänger und Radfahrer schwierig.

Die Geduld der Radfahrer und Fußgänger in Prenzlau wird länger als erwartet strapaziert. Die zwei Baugruben auf der Hochbrücke der Brüssower Allee sind seit zwei Wochen verlassen. Dabei sind die Arbeiten zur Erneuerung der Verkehrszeichenbrücken noch nicht abgeschlossen. Rot-weiße Warnrechtecke begrenzen den Verkehr weiterhin auf beiden Seiten auf eine Fahrspur. Ein enger Korridor für Fußgänger und Radfahrer führt über die äußere Fahrspur neben dem Bürgersteig an den Baugruben vorbei. Wie lange noch und was passiert, wenn es schneit?

Johannes Frank vom Landesbetrieb für Straßenwesen Brandenburg kann nicht einschätzen, wie lange sich die Arbeiten verzögern. Die Stahlarme für die Verkehrszeichenbrücke stehen nicht, weil das Fundament noch nicht gegossen ist. „Es gibt Lieferengpässe beim Stahl“, begründet Frank den Baustopp. Es fehlen Stahlstangen  für das Fundament, ohne die der Stahlbeton nicht stabil genug ist. „Alles hängt davon ab, wann die zuständige Firma wieder in die Gänge kommt und wie das Wetter wird“, sagt Frank. Er hält die Verzögerung am Bau für sehr ärgerlich, da nun Probleme auftauchen, die das Landesamt für Straßenwesen vermeiden wollte. Solange die Baustelle an der Brüssower Allee nicht abgeschlossen ist, sei der Winterdienst schwerer auszuführen, räumt der Konstruktionsingenieur ein.

Aus diesem Grund soll der Fußgängerweg so schnell wie möglich begehbar gemacht werden. Dann sei die Fahrbahn breit genug für den Winterdienst. Außerdem können die Schneeschieber auf eine engere Fahrbahn eingestellt werden. „Die Räumungsfahrzeuge müssen schließlich auch an Verkehrsinseln oder engen Ortseinfahrten vorbei“, sagt Johannes Frank.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung