Heißes Eisen Schulessen:

Beim Angebot des neuen Anbieters langen Kinder zu

Schulessen ist ein heißes Thema. Es muss eine gute Qualität haben und darf nicht zu teuer sein. Seit dem 1. Januar liefert die Firma Sodexo das Mittagessen für Kitas und Schulen in Trägerschaft der Stadt Prenzlau. Wird es den hohen Ansprüchen gerecht?

Nachschlag inklusive: Marvin Brenndörfer (5) schmeckt das Mittagessen.
Benjamin Vorhölter Nachschlag inklusive: Marvin Brenndörfer (5) schmeckt das Mittagessen.

Ein Löffel Hühnerfrikassee, ein Schlag Möhren und eine Kelle Reis. Fertig. Zufrieden setzt sich Marvin Brenndörfer hin und schiebt sich genüsslich die Mahlzeit in den Mund. Das Mittagessen in der Kita Kinderland schmeckt dem Fünfjährigen. Die Firma Sodexo liefert ab dem 1. Januar Schulessen für die Kitas und Schulen der Trägerschaft Prenzlau. Im Oktober 2013 gab die Stadt Prenzlau dem Dienstleistungsunternehmen den Zuschlag. Der Entschluss war umstritten. Die Linke kritisierte den Preisanstieg beim Schulessen. Mit dem umstrittenen Wechsel des Anbieters ist der Preis für eine Mahlzeit auf 3,04 Euro (Kita), 3,13 Euro (Grundschule) und 3,16 Euro (Oberschule und Gymnasium) gestiegen. Oscar Young ist das egal. Er packt seine Stulle wieder in seine Brotdose. Das Gemüse ist frisch, das Frikassee warm. Es sieht appetitlich aus.

„Die Kinder haben kräftig zugelangt“, sagt Edeltraut Meyer. Das Preis-Leistungsverhältnis des Mittagessens stimme. Die Gerichte seien ausgewogen, mit viel Obst und Gemüse und im Geschmack auch sehr gut, meint Meyer. Trotzdem gibt es in der Kita Kinderland 20 von 145 Kindern, die kein warmes Mittagessen zu sich nehmen. Oft können sich die Eltern das Geld für ein warmes Mittagessen nicht leisten. Das sei in den vergangenen Jahren auch so gewesen. Deshalb können Eltern, die Sozialhilfe beziehen, Essensgeld bekommen, sagt Meyer. Sie können einen Zuschuss für Schulessen aus dem so genannten Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Das muss beim Jobcenter beantragt werden. „Ein Großteil der Eltern würden den Zuschuss bekommen“, sagt die Kita-Leiterin, die ihre Hilfe bei der Antragsstellung anbietet. Die städtischen Kitas und Schulen wollen eng mit dem Jobcenter zusammenarbeiten. „Wir wollen Statistik führen, dass wir wissen, wie viele Eltern auf finanzielle Hilfe beim Schulessen angewiesen sind“, sagt Bürgermeister Hendrik Sommer.