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Betrüger verbreiten gefährliche Mails

Wer keine E-Mail vom Bundeskriminalamt oder der Bundespolizei erwartet und doch eine erhält, sollte achtsam sein: Es kann eine gefährliche Fake-Mail sein.

Solche Seiten ploppen auf dem Computer-Bildschirm auf, wenn man die Mail der Betrüger öffnet.
Polizei Solche Seiten ploppen auf dem Computer-Bildschirm auf, wenn man die Mail der Betrüger öffnet.

Der junge Mann aus Templin Postheim bekam einen gehörigen Schrecken. Als er die Mail öffnete, ploppte mit einmal eine Nachricht auf seinem Computerbildschirm auf. „Ein Vorgang illegaler Aktivitäten wurde erkannt. Der Computer wurde gesperrt.“ Die Nachricht trug das Logo der Bundespolizei. Danach ging sein Computer nicht mehr. „Das öffnen der Mail war ein Fehler“, so Polizeisprecher Gerald Pillkuhn. Derzeit ist die Uckermark wieder im Visier von Internet-Betrügern. Etliche Anzeigen liegen bereits aus Templin und Angermünde vor.

Erst wenn man eine bestimmte Summe auf ein angegebenes Konto überweise, würde der Computer wieder freigeschaltet, so geht der Text auf der Seite weiter.  Ein User aus Angermünde überwies 1000 Euro. Die sind jetzt weg. „Es handelt sich um Fake-Mails“, so Gerald Pillkuhn. Die Betrüger benutzen verschiedene Logos, so auch vom Bundeskriminalamt oder Staatsanwaltschaften, um entsprechenden Druck auf die Internetnutzer auszuüben. 

Die Polizei warnt dringend davor, diese Mails zu öffnen. Denn einmal geöffnet, wird der Computer lahm gelegt. Es gab bereits auch Fälle, wo die Festplatten durch den Virus zerstört worden. Wer eine solche Mail bekommt, sollte sie schnell löschen und eine Anzeige bei der Polizei erstatten.